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Rechtsschutzversicherung für Unternehmen: alles Wichtige im Überblick

Was für den privaten Bereich gilt, trifft aufs berufliche Umfeld umso mehr zu: Rechtsstreitigkeiten kosten viel – und zwar Nerven und Geld. Beides Ressourcen, die anderweitig sicher besser investiert sind. Doch häufig macht man sich darüber erst Gedanken, wenn es schon zu spät ist und der Brief des Anwalts der Gegenpartei bereits auf dem Schreibtisch liegt.
16.06.2022
Vedran Pranjic

Als Entscheidungsträger:in in einem Startup oder KMU übernimmst du viel Verantwortung – gegenüber den Mitarbeitenden und Kund:innen, aber auch in Bezug auf die Unternehmung selbst. Beispielsweise, wenn es darum geht, sie vor Rechtsproblemen zu schützen. Der Begriff «Betriebsrechtsschutz» schwirrt einem im Kopf herum, doch häufig weiss man nicht, worauf es genau ankommt und an wen man sich wenden soll. Ausserdem ist eine Rechtsschutzversicherung für Unternehmen nicht obligatorisch. Wenn ich mir nichts zuschulden kommen lasse, kann ja eigentlich nichts passieren, oder?

Leider doch, denn «Recht haben und Recht bekommen sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe». Schliesslich musst du nichts falsch gemacht haben, um in rechtliche Streitigkeiten verwickelt zu werden. Da eine Rechtsschutzversicherung bei schon laufenden Fällen aber nicht greift, lohnt es sich, dieses Thema proaktiv anzugehen und sich frühzeitig zu fragen: Ist eine Rechtsschutzversicherung für mein Unternehmen sinnvoll?

Betriebsrechtsschutz: Definition & Funktion

Es ist kein Geheimnis: Rechtsstreitigkeiten sind häufig langwierig und belaufen sich schnell mal auf mehrere Tausend Franken. Gerade für ein Startup oder KMU kann ein Rechtsfall zum Worst Case werden und dessen Existenz gefährden. Und insbesondere als kleines Unternehmen hat man in der Regel weder eine eigene Rechtsabteilung noch Anwält:innen auf Abruf, die einem schnell zur Hilfe eilen.

Hier kommt die Rechtsschutzversicherung für Unternehmen ins Spiel – sie ist wie eine Fachabteilung für Rechtliches auf Abo-Basis:

  • Sie ist für die oder den Versicherungsnehmer:in Ansprechpartnerin Nummer 1 bei allen rechtlichen Fragen.
  • Kommt die Gefahr von aussen, versucht sie, rechtliche Klagen abzuwehren, bevor diese vor Gericht kommen.
  • Sollte es doch zu einem Schadenfall führen, probiert sie eine Grundlage zu finden, um die Klage zu stoppen und die beste Lösung für das Unternehmen durchzusetzen.
  • Handelt es sich um eine interne Problemstellung, prüft die Rechtsschutzversicherung, welche Ansprüche der Kläger:innen bestehen und wie das Unternehmen am besten vorzugehen hat.

Konkret bietet sie rechtliche Beratung in allen Rechtsgebieten, wobei auf einen Pool an Anwält:innen zurückgegriffen wird, die gezielt je nach Fachgebiet aufgeboten werden. So hat man immer eine:n Expert:in als Ansprechperson für die entsprechende rechtliche Fragestellung. Und je nach gewählten Versicherungsmodulen übernimmt sie im Ernstfall die Anwalts- und Gerichtskosten sowie weitere Auslagen.

«Eine Rechtsschutzversicherung bedient alle Bereiche, in denen sich Unternehmen rechtlich ein Problem stellen könnte oder sie rechtlich Unterstützung brauchen.» – Vedran Pranjic, Co-Founder & Managing Director von Helvengo

Eine Rechtsschutzversicherung ist für Unternehmen zwar nicht obligatorisch, sie gehört aber definitiv zu den Standardversicherungen – auch für kleine Firmen. Denn nicht selten führen Rechtsprobleme den Existenzverlust von KMU und Startups herbei.

Welche Risiken deckt eine Rechtsschutzversicherung für Unternehmen?

Der Unternehmensrechtsschutz bei Helvengo besteht aus einer Basisdeckung sowie weiteren Modulen, die je nach individuellen Bedürfnissen ganz einfach hinzugefügt werden können.

Die Basis im Unternehmensrechtsschutz

Das Basismodul ist – wie der Name schon sagt – die Grundlage und umfasst mehrere Serviceelemente.

Nehmen wir Ivo als Beispiel: Ivo ist Gründer und Geschäftsführer eines IT-Startups. Nach vier Jahren guter Zusammenarbeit kündigt seine Mitarbeiterin Vanessa relativ unvermittelt. In den letzten sechs Monaten hat sie viele Überstunden angesammelt, die sie nun ausbezahlt haben möchte. Ivo ist sich nicht sicher, ob er vertraglich verpflichtet ist, ihrem Wunsch nachzukommen. Ihm wäre lieber, Vanessa würde die restlichen Stunden als Urlaub abbauen, bevor sie dann endgültig geht.

Ivo nimmt den Hörer in die Hand, ruft bei seiner Rechtsschutzversicherung Helvengo an und schildert sein Problem dem Experten Marcel. Marcel nimmt die Frage als Schadenfall auf und kontaktiert eine Anwältin, die auf Arbeitsrecht spezialisiert ist. Sie gibt dem Versicherer 20 Minuten später Rückmeldung, wie die rechtliche Lage in diesem Fall aussieht. Marcel leitet die Information an Ivo weiter.

Da es im Arbeitsvertrag von Vanessa keine Klausel gibt, welche die Kompensation von Überstunden im Sinne von Freizeit vorschreibt, ist Ivo gesetzlich dazu verpflichtet, die Überstunden plus einen Zuschlag von 25 % an Vanessa auszubezahlen. Marcel rät Ivo deshalb, nochmals auf Vanessa zuzugehen und ihr anzubieten, einen Teil der Stunden als Urlaub abzubauen und die restlichen Stunden auszubezahlen. Zudem legt er Ivo nahe, eine neue Klausel in den künftigen Arbeitsverträgen einzuführen, die vorgibt, dass Überstundenarbeit innert eines angemessenen Zeitraumes durch Freizeit von mindestens gleicher Dauer zu kompensieren sind, um weitere solche Fälle zu vermeiden.

Die Anwältin stellt ihre Rechnung direkt an Helvengo. Helvengo übernimmt die Kosten für die Beratung ab dem ersten Franken, Ivo muss sich um nichts weiter kümmern.

Modularer Betriebsrechtsschutz

Dem Basisschutz, der insbesondere die rechtliche Beratung abdeckt, können je nach Bedürfnissen des Unternehmens weitere Module hinzugefügt werden:

  • Betriebs-Rechtsschutz Schliesst das Vertragsrecht für die versicherte Person als Bezügerin von Leistungen mit ein (z.B. bei rechtlichen Problemen mit dem Treuhandbüro oder IT-Dienstleister).
  • Erweiterter Vertrags-Rechtsschutz Sorgt dafür, dass die oder der Versicherungsnehmer:in auch als Leistungserbringer:in versichert ist (z.B. bei rechtlichen Streitigkeiten mit Kund:innen).
  • Inkasso-Rechtsschutz Umfasst zusätzlich allfällige rechtliche Inkassovorgänge.
  • Immobilien-Rechtsschutz Bezieht u.a. nicht dem Betrieb dienende Immobilien und den oder die Versicherungsnehmer:in als Vermieter:in in die Versicherung mit ein (z.B. wenn das Unternehmen eigene Büroräumlichkeiten an Externe vermietet).
  • Verkehrs-Rechtsschutz Bietet u.a. Versicherungsschutz für alle auf den Betrieb eingelöste Fahrzeuge – auch auf privaten Fahrten.

💡 Wichtig Es gibt Fälle, die nicht abgesichert sind, zum Beispiel wenn wissentlich das Gesetz gebrochen, Kund:innen absichtlich hintergangen oder extra ein hohes Risiko eingegangen wurde, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

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Wann und für wen ist eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll?

Selbst wenn man stets nach bestem Wissen und Gewissen handelt, kann man von einem Tag auf den anderen in einen Rechtsstreit verwickelt werden. Oder es ergeben sich rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit.

Fragen zu Arbeitsverträgen, Probleme mit externen Dienstleister:innen, Kund:innen, die nicht zahlen – die Liste potenzieller rechtlicher Fragestellungen und Probleme für Unternehmer:innen ist lang.

Eine Rechtsschutzversicherung ist also grundsätzlich für alle sinnvoll, die:

  • Kund:innen bedienen
  • Mitarbeitende beschäftigen
  • Verträge abschliessen
  • eigene Produkte verantworten

«In unseren Augen gehört die Rechtsschutzversicherung für Unternehmen genauso dazu wie eine Betriebshaftpflicht oder die BVG-Versicherung.» – Vedran Pranjic, Co-Founder & Managing Director von Helvengo

Dies gilt vor allem für den Basisschutz sowie die drei Bausteine Betriebs-Rechtsschutz, Erweiterter Vertrags-Rechtsschutz und Inkasso-Rechtsschutz. Sie sichern das Unternehmen gegen alle möglichen Probleme und finanziellen Schäden rechtlicher Art ab.

Die zwei weiteren Zusatzmodule lohnen sich dagegen eher für spezifische Unternehmungen: Das Modul Immobilien-Rechtsschutz ist beispielsweise nur sinnvoll, wenn das Unternehmen eigene Liegenschaften besitzt und/oder damit Einkünfte generiert (z.B. im Immobilienhandel tätig ist oder Büroräumlichkeiten an Externe vermietet). Das Verkehrs-Rechtsschutz-Modul ist insbesondere für Unternehmen gedacht, die eine eigene Fahrzeugflotte haben (also beispielsweise im Transportgeschäft unterwegs sind oder Produkte selbst ausliefern).

💡 Gewusst? Helvengo ist abgesehen von Dextra eine der wenigen Anbieterinnen, bei denen du deine Betriebsrechtsschutzversicherung online abschliessen kannst. In nur 10 Minuten bist du bei uns versichert – ohne Ausfüllen von endlosen Formularen und Fragebögen, ohne Warten auf allfällige Ausschlüsse.

Welche Deckungssumme hat eine Betriebsrechtsschutzversicherung?

Die Deckungssumme ist der Betrag, der gemäss Police versichert ist – der also im Schadenfall maximal von der Versicherung übernommen wird.

Bei Helvengo sind im Basisschutz (also für Beratungsleistungen) Kosten von bis zu CHF 5’000 pro Fall versichert.

Für die zusätzlichen Module gelten jeweils spezifische Deckungssummen: von CHF 50’000 (Inkasso-Rechtsschutz) bis CHF 500’000 (z.B. Betriebs-Rechtsschutz).

💡 Dein Vorteil bei Helvengo Bei Helvengo gibt es keinen Selbstbehalt und keinen Mindeststreitwert. Das heisst, du kannst dich mit jedem Anliegen – auch wenn es noch so klein scheinen mag – an uns wenden und die versicherten Kosten werden ab dem ersten Franken übernommen.

Überblick: Welche Rechtsschutzversicherung ist für mein Unternehmen sinnvoll?

PrioritätProduktDeckungssumme pro FallGeltungsbereich
Reine BeratungBasismodulCHF 5’000Nur CH
Rechtsschutz als Leistungsbezüger:inBasismodul + BetriebsrechtsschutzCHF 5’000 + bis CHF 500’000Europaweit
Rechtsschutz als Leistungserbringer:inBasismodul + Erweiterter VertragsrechtsschutzCHF 5’000 + bis CHF 150’000Europaweit
Gewährleistung der LiquiditätBasismodul + Inkasso-RechtsschutzCHF 5’ 000
bis CHF 50’000
Schweiz
Rechtsschutz bezüglich ImmobilienBasismodul + Immobilien-RechtsschutzCHF 5’000
bis CHF 500’000
Schweiz
Rechtsschutz bezüglich FahrzeugenBasismodul + Verkehrs-RechtsschutzCHF 5’000
generell CHF 500’000
weltweit

Was darf eine Betriebsrechtsschutzversicherung kosten?

Reden wir nicht lange um den heissen Brei: Je nachdem kann eine Rechtsschutzversicherung für Unternehmen einiges kosten.

Dabei spielen vor allem die gewählten Module eine Rolle. Und es kommt natürlich auf das Angebot des jeweiligen Versicherers an. In der Schweiz bewegen sich die Kosten gut um etwa CHF 600. Wer einen Rundumschutz möchte, zahlt wiederum zwischen CHF 2’000 und CHF 3’000 an Prämien pro Jahr.

«Bei Helvengo erhalten Kund:innen den Basisschutz ab CHF 390. Danach kommt es ganz auf die gewählten Module an.» – Vedran Pranjic, Co-Founder & Managing Director von Helvengo

Im Vergleich zu den Kosten, die im Schadenfall entstehen können, zahlt sich der Beitrag jedoch aus. Denn solche Rechtsfälle gehen oft erst bei CHF 10’000 los.

💡 Eine Rechtsschutzversicherung extra für KMU Wir selbst kennen es nur zu gut: Gerade kleine Unternehmen haben oft kein riesiges Budget für Versicherungsprämien. Sie brauchen die grösstmögliche Sicherheit zum fairsten Preis. Deswegen kannst du deine Rechtsschutzversicherung bei Helvengo modular zusammenstellen – ganz nach deinen individuellen Bedürfnissen. So zahlst du auch wirklich nur für die Leistungen, die du brauchst. Und falls sich daran mal etwas ändern sollte, ist das auch kein Problem, denn du kannst die gewählten Module und darin enthaltenen Leistungen jederzeit online einsehen und bei Bedarf anpassen.

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Unternehmensrechtsschutz für sorgenfreie Nächte

Nicht selten erkennen Unternehmer:innen den Bedarf einer Rechtsschutzversicherung erst in der Not. Doch der Rechtsschutz kann nicht rückwirkend greifen. Dessen sollte man sich bewusst sein.

«Die meisten Kund:innen schliessen erst nach einem Schadenfall eine Rechtsschutzversicherung ab – dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist.» – Vedran Pranjic, Co-Founder & Managing Director von Helvengo

Das ist aber nicht der einzige Grund, warum sich die Überlegung «Rechtsschutzversicherung: ja oder nein?» lohnen kann:

Bestimmt nimmst du als Entscheidungsträger:in hin und wieder Gedanken an die Arbeit mit in den Feierabend. Da ist es viel wert, wenn man weiss, dass man in rechtlichen Dingen einen verlässlichen Partner an seiner Seite hat. Bei Fragen sind kompetente Fachleute nur ein Telefonat entfernt. Und im Schadenfall profitierst du nicht nur von einer professionellen Beratung und Begleitung, sondern bist je nachdem auch finanziell abgesichert. So kannst du zumindest rechtliche Dinge getrost da lassen, wo sie hingehören: auf dem Schreibtisch.

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