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Mutiger entscheiden: Wieso eine D&O-Versicherung sinnvoll ist

Fehler passieren, aber was ist wenn die Konsequenzen dieser Fehler im Geschäftsumfeld dein privates Vermögen gefährden könnten? Dieses Risiko besteht insbesondere für Inhaber:innen und das Management von Unternehmen. Lohnt es sich also, in den entsprechenden Schutz zu investieren? Sicher überlegst auch du dir, ob eine D&O Versicherung für deine Firma sinnvoll ist?
07.07.2022
Vedran Pranjic

Manager:innen und Unternehmer:innen haben einige Freiheiten, dürfen eigenständig Entscheidungen treffen, müssen aber auch die Verantwortung für diese Entscheide sowie die daraus resultierenden Konsequenzen übernehmen. Wird jedoch eine ungünstige Entscheidung getroffen, leidet die Firma und im schlimmsten Fall auch das Firmenvermögen darunter. Aber kann man dich als Inhaber:in oder dein Management persönlich dafür haftbar machen?

Stellt man sich diese Fragen, beeinflusst das wahrscheinlich auch die Art und Weise, wie man täglich Entscheidungen trifft. Man ist automatisch vorsichtiger oder möchte sogar – gerade wenn man nur im Management sitzt, aber nicht Eigentümer:in ist – absolut keine grossen Risiken mehr eingehen. Es gibt aber auch noch eine andere Option: Mit einer D&O-Versicherung kannst du dich und deine Führungskräfte entsprechend schützen.

Was ist eine D&O-Versicherung?

Die D&O-Versicherung, im Deutschen auch Organhaftpflichtversicherung, ist eine Vermögensschadenversicherung. Sie schützt Manager:innen und Geschäftsführer:innen vor den möglichen Konsequenzen ihrer Entscheidungen. Was heisst das genau?

Die Idee der D&O-Versicherung stammt ursprünglich aus den USA. Die meisten Firmen haben dort bereits Versicherungen abgeschlossen, um Klagen gegen Führungskräfte vorzubeugen. Der Bedarf für D&O-Versicherungen wächst aber auch in der Schweiz. Immer häufiger werden Managemententscheidungen, die einen finanziellen Schaden für die Firma zur Folge haben, durch Stakeholder:innen oder Aktionär:innen bemängelt. Oftmals verlangen diese sogar, dass die Führungskräfte mit ihrem Privatvermögen für den Verlust haften und gehen gerichtlich gegen sie vor. Um ihre Manager:innen entsprechend zu schützen, schliesst eine Firma also eine D&O-Versicherung ab. Obwohl die D&O-Versicherung das Privatvermögen von Personen schützt, kann sie nur von Unternehmen abgeschlossen werden.

Für wen ist eine D&O-Versicherung sinnvoll?

Die D&O-Versicherung lohnt sich für jedes Unternehmen, das sein Management vor finanziellen Konsequenzen ihrer Entscheidungen schützen möchte. Eine D&O-Versicherung macht also für Betriebe bereits ab 1-2 Mitarbeitenden Sinn. Denn unser Versicherungsexperte weiss: Eine Aussenhaftung kann auch bei einer kleinen Firma vorkommen und birgt finanzielle Risiken.

«Die D&O-Versicherung schützt nicht das Firmenvermögen sondern die Privatperson, welche die Entscheidung getroffen hat.» – Vedran Pranjic, Co-Founder & Managing Director

Umso mehr ist die Versicherung aber auch aus Firmensicht sinnvoll: Eine D&O-Versicherung sorgt dafür, dass das Management nicht «in Handschellen» unterwegs ist und sich bei jeder Entscheidung Sorgen um mögliche Risiken machen muss. Das verunsichert und führt dazu, dass man gar nicht mehr weiss, was man überhaupt machen darf.

💡 Die D&O-Versicherung ist auch für Startups relevant. Nicht zuletzt, wenn es um die Finanzierung geht, da Investmentpartner:innen für ihr Investment in eine Firma oft verlangen, dass diese über eine D&O-Versicherung verfügt. Leider ist das nicht so einfach: Häufig können Startups noch keine etablierten Strukturen aufzeigen oder Dokumentationen der internen Vorgänge vorlegen. Dadurch erhöht sich das Risiko für Versicherer.

Bei Helvengo kannst du auch als Startup problemlos eine D&O-Versicherung abschliessen. Schau dir unser Produkt an.

Als Startup kann eine D&O-Versicherung die Grundvoraussetzung sein, um wertvolle Investmentpartner:innen zu gewinnen. Und als etabliertes Unternehmen? Ein entscheidendes Recruiting-Argument: Bei der Einstellung achten Manager:innen oftmals darauf, ob eine D&O-Versicherung vorhanden ist und damit ihre Unsicherheiten und Risiken bei Entscheidungen kleiner sind.

Welche Risiken deckt eine D&O-Versicherung?

Wird eine D&O-Versicherung abgeschlossen, bezieht die Deckung alle Personen ein, die im Management sind. Konkret muss natürlich definiert werden, wer in die obersten Reihen der Geschäftshierarchie gehört. Üblicherweise beinhaltet das alle Personen, die Teil der Geschäftsleitung sind oder bis zu einem gewissen Grad finanzielle Entscheidungen treffen können.

Bei einer D&O-Versicherung sind sowohl Innen- als auch Aussenhaftung abgedeckt. Oder auch:

«Alles, was der Firma einen finanziellen Schaden verursachen kann, ist abgesichert.» – Vedran Pranjic, Co-Founder & Managing Director

Was bedeutet das konkret?

Die Innenhaftung bei einer D&O-Versicherung

Die Innenhaftung bezieht sich auf interne Klagen, wie zum Beispiel solche von Aktionärinnen und Aktionären, die mit Managemententscheidungen nicht einverstanden sind.

Nehmen wir Roman als Beispiel: Roman ist Marketingleiter eines KMU. Für eine Marketingkampagne hat Roman entschieden, CHF 100’000 in Flugmeilen einer bekannten Airline zu investieren, um diese später an Kundinnen und Kunden zu verschenken.

Zwei Wochen nach dem erfolgten Kauf meldete die gewählte Airline Konkurs an – und die Meilen waren wertlos. Teilhaber:innen des KMU machten Roman verantwortlich, angeblich war es absehbar, dass sich die Airline nicht mehr lange über Wasser halten konnte. Sie forderten dann, dass Roman für diese Fehlentscheidung mit seinem privaten Vermögen haften soll.

Die Aussenhaftung bei einer D&O-Versicherung

Die Aussenhaftung – sie kommt besonders in Europa häufig vor – deckt Ansprüche von Ämtern wie Steuerbehörden, Mehrwertsteuerämtern, oder auch anderen Unternehmen, bei denen die Firma höhere Schulden hat.

💡 Die meisten D&O-Klagen erfolgen beim Inkassoverfahren. Oft wird bemängelt, dass der Konkurs bereits früher erkannt und gemeldet hätte werden müssen. Bei dieser sogenannten «Insolvenzverschleppung» können dann finanzielle Ansprüche für offene Steuerrechungen oder Lohnzahlungen an das Management und insbesondere die Inhaber:innen gestellt werden.

Die D&O-Versicherung von Helvengo

Die D&O-Versicherung deckt jedoch nicht nur den entstandenen Schaden, sondern auch dabei entstandene Zusatzkosten. Hier ein paar spezifische Beispiele, was in der D&O-Versicherung von Helvengo abgedeckt ist:

  • Abwehrkosten Egal ob Innen- oder Aussenhaftung: Der erste Schritt bei einer D&O-Klage ist immer der Versuch, diese abzuwehren. Es wird durch ein Anwaltsteam geprüft, ob überhaupt ein Anklagepunkt besteht und ob dieser allenfalls mit guter Begründung abgewiesen werden kann. Die dabei entstehenden Anwaltskosten sind in der D&O-Versicherung ebenfalls abgedeckt.
  • Weltweiter Rechtsschutz Die Schadendeckung ist nicht vom Aufenthaltsort der Managerin oder des Managers abhängig. Befindet sich eine Person zum Zeitpunkt eines Entscheids im Ausland, wird der Schaden trotzdem übernommen. Dasselbe gilt auch für Tochtergesellschaften, bei denen dieselben Manager:innen eingetragen sind.
  • Reputationskosten Entsteht durch einen Versicherungsfall ein Reputationsschaden, werden Massnahmen wie z.B. Image- und PR-Beratung finanziert, um den guten Ruf wiederherzustellen. Bei der D&O-Versicherung von Helvengo werden dabei Kosten von bis zu CHF 100’000.- für die Rehabilitation übernommen.
  • Keyman-Versicherung Wenn eine Person mit enormer Wichtigkeit für das Unternehmen für längere Zeit ausfällt, wird deren Abwesenheit ebenfalls durch die D&O-Versicherung gedeckt. Das bedeutet zum Beispiel, dass beim Ausfall der Verkaufsleiterin nicht nur ihr Salär, sondern auch angefallene Verluste durch tiefere Verkaufszahlen von der D&O-Versicherung getragen werden, insofern die Verluste klar aus ihrer Abwesenheit resultieren. Hier gilt bei Helvengo jedoch eine Oberlimite von CHF 500’000 – bzw. dem entsprechenden Deckungsbetrag, falls dieser tiefer ist.

Was kann passieren, wenn ich keine D&O-Versicherung abschliesse?

Man soll nicht immer vom Schlimmsten ausgehen, doch ist es wichtig, potenzielle Risiken genau zu kennen und für sich zu analysieren.

Nehmen wir Marta als Beispiel: Die Firma von Marta musste Insolvenz anmelden. Das Unternehmen schrieb jedoch schon einige Monate zuvor rote Zahlen. Per Insolvenzeröffnung waren also noch rund 25 Mitarbeitende angestellt, die eine Kündigungsfrist von 3-6 Monaten hatten.

Was nun? Der Schuldenberg häuft sich: Offene Lohnzahlungen für die verbleibenden Monate, Steuerschulden für das angefangene Geschäftsjahr und Sozialversicherungsleistungen (um nur einige davon zu nennen) sammeln sich an. Beim Insolvenzverfahren kommt die Frage auf: «Wären diese Kosten nicht zu verhindern gewesen?». Nach Prüfung der Bücher war klar, dass die Firma bereits vor einigen Monaten nicht mehr zu retten war und die Geschäftsleitung schon zu diesem Zeitpunkt Insolvenz beantragen hätte müssen.

Aus dem verbliebenen Firmenvermögen kann der Betrag nicht mehr gezahlt werden. Wer kommt also für die übrigen Kosten auf? Die Geschäftsleitung – in diesem Fall Marta als Inhaberin und CEO.

Da Marta nicht in der Lage war, die Beträge mit ihrem Privatvermögen sofort zu zahlen, warten Mitarbeitende nun auf ihre Lohnzahlungen. Das hat auch persönliche Folgen: Besonders bei kleinen Unternehmen sind die Angestellten oft nicht nur Arbeitnehmende sondern auch treue und gute Arbeitskolleg:innen – und diese wollen mit dem Management zumindest momentan nichts mehr zu tun haben. Für Marta sind diese offenen Forderungen nebst den finanziellen Sorgen also auch eine grosse psychische Belastung.

D&O-Versicherung: Kosten und Deckungssummen

Die Kosten einer D&O-Versicherung sind total abhängig von der Grösse des Unternehmens und der Deckungssumme – und die wird case-by-case festgelegt. Aber woher weiss ich, welche Deckungssumme für meine Firma sinnvoll ist?

«Ein guter Indikator für die zu deckende Summe sind die Lohnsummen, die im Falle eines Konkurs zu zahlen wären.» – Vedran Pranjic, Co-Founder & Managing Director

Für die Berechnung der Deckungssumme werden meistens Umsatz, Grösse der Verpflichtungen und Standardobjekte sowie Lohnsummen angeschaut. Pauschal könne man das aber nicht so genau sagen, meint unser Experte.

Die D&O-Versicherung ist das einzige Produkt, welches bei Helvengo nicht modular aufgebaut ist. Das ermöglicht Unternehmer:innen einen einfachen und schnellen Abschluss.

Das D&O-Versicherungsangebot von Helvengo

Startup D&OStandard D&O
Für wen?Startups bis zu einem Umsatz von 1 MillionAlle anderen Firmen bis zu einem Umsatz von 100 Millionen
Kosten?Ab CHF 1’080 pro JahrAb CHF 760 pro Jahr
Deckungsbeitrag?Bis CHF 1 MillionBis CHF 5 Millionen
Spezielles?Nur bei Helvengo verfügbar!

Keine Voraussetzungen: Es wird nicht verlangt, dass deine Firma schon Gewinne erzielt.
Online Abschluss innerhalb von 10 Minuten möglich

💡 Helvengo Tipp Falls dein Startup bereits eine D&O-Versicherung hat oder abschliessen möchte: Versuche möglichst viel zu dokumentieren und erstelle Protokolle von wichtigen Meetings – so kannst du im Falle einer Klage gut nachvollziehen, was zu dieser Entscheidung geführt hat.

Schnell und einfach: eine D&O-Versicherung für deine Firma

Kein bürokratisches Chaos und wenig Zeitaufwand: Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass die meisten Firmen Besseres zu tun haben, als sich monatelang mit Versicherungslösungen herumzuschlagen. Um Zeit und Aufwand zu minimieren, werden nicht-obligatorische Versicherungen daher oft hinten angestellt, was verheerende Folgen haben kann. Das wollen wir ändern:

«Bei unserem Anbieter hat der Abschluss der D&O-Versicherung damals 7 Monate gedauert – wir ermöglichen es unseren Kund:innen in 10 Minuten.» – Vedran Pranjic, Co-Founder & Managing Director

Auch den Papierkram lassen wir weg. Das Formular zum Abschluss der D&O-Versicherung kann direkt auf unserer Webseite ausgefüllt werden. Anders als bei anderen Gesellschaften musst du bei uns keine vergangenen Jahresabschlüsse beilegen, lediglich bestätigen, dass diese vorliegen und positiv ausgefallen sind. Wir vertrauen unseren Kundinnen und Kunden und möchten den Prozess für dich so einfach wie möglich halten.

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Natürlich ist eine D&O-Versicherung kein Freifahrtschein für fahrlässiges Handeln. Sie ermöglicht dir aber, auch mal mutig zu sein. So bleibst du nicht auf der Stelle stehen und kannst dein Unternehmen weiter vorantreiben. Gerade in der ersten Phase nach der Gründung, ist diese Freiheit viel Wert. Und im Ernstfall ist man abgesichert.

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