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«Meet our Customer» mit Moritz Steinle, CEO DRYCUT

Heute stellen wir dir Moritz Steinle, Co-Founder von DRYCUT vor. In diesem Interview erfährst du unter anderem mehr über Innovation & Digitalisierung in der traditionellen Coiffeur-Branche, über die Faszination Unternehmertum sowie über «Painpoints» im Versicherungsprozess. Ausserdem verraten wir dir, wie oft sich Gründer Moritz Steinle selbst auf den Coiffeurstuhl setzt.
08.12.2021
Vedran Pranjic

Stell dich und dein Business doch kurz vor

Ich bin Moritz, einer der Gründer von Drycut. Gestartet sind wir mit DRYCUT im Herbst 2020 mit der Mission, den Gang zum Coiffeur neu zu definieren. Durch Digitalisierung und Optimierung von Prozessen bringen wir diese traditionelle Branche in Schwung.

Hast du mir ein konkretes Beispiel?

Wir ersparen unseren Kunden Terminbuchungen im Voraus sowie lästige Wartezeiten, indem die aktuelle Belegung online live abrufbar ist und der nächste verfügbare Slot dann direkt unkompliziert gebucht werden kann. Auch den Haarschneide-Prozess verkürzen wir, ohne an Qualität einzubüssen. Wir schneiden Haare trocken (daher der Name) und Frauen und Männer bezahlen stets CHF 39.-. Zuschläge für lange Haare gibt es bei uns nicht. Dafür offerieren wir auch keine Kopfmassage oder sonstigen Schnickschnack. Kunden, die zum optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis Haare schneiden möchten, sind bei uns daher am richtigen Ort.

Was hat dich dazu bewogen, dich in das Abenteuer Unternehmertum zu wagen?

Bevor wir mit DRYCUT gestartet sind, war ich in der Unternehmensberatung tätig. Im Gegensatz zur Tätigkeit als Berater kann ich als Unternehmer sowohl strategische Entscheidungen treffen, als auch Dinge gleich selbst umsetzen. Das gefällt mir sehr gut. Zudem erlebe ich es als super spannend, eine Organisation aufzubauen und neue Lösungen für Bewährtes zu finden.

In der Schweiz gibt es rund 13’000 Coiffeursalons[1]. Weshalb sollte ich bei dieser hohen Angebotsdichte die Haare also gerade bei DRYCUT schneiden lassen?

Bei uns bekommst du ohne Anmeldung weit im Voraus innerhalb von 20-30 Minuten einen hochwertigen Schnitt. Dieses Angebot trifft auf rege Nachfrage: Viele Leute waschen ihre Haare offenbar ganz gerne selbst und schätzen einen unkomplizierten, effizienten Service. So können wir unsere Dienstleistung heute bereits in vier Salons anbieten.

Was macht dein Arbeitstag für dich zu einem Erfolg?

Gute Frage. Das kann ich nicht generalisieren. Ich glaub es ist mir wichtig, dass ich am Ende des Tages sagen kann, dass ich mein Bestes zur Weiterentwicklung von DRYCUT gegeben habe. Die Herausforderungen sind sehr unterschiedlich: Manchmal geht es ums Recruiting von neuen Mitarbeitenden, einmal habe ich ein Problem für einen Kunden zu lösen; mal initiiere ich ein neues IT-Projekt. Erfolgreich bin ich, wenn ich durch meinen Beitrag diese organisatorischen oder personellen Angelegenheiten täglich weiterentwickeln und laufend verbessern kann.

Gibt es eine unvergessliche Begegnung mit einem deiner Mitarbeitenden oder der Kundschaft?

Ja, besonders schön war, als am Tag der ersten Ladeneröffnung nicht nur Freunde und Bekannte,  sondern auch mir fremde Leute das Konzept richtig toll fanden. Und natürlich ist es für mich grossartig, wenn Kunden nach dem ersten Besuch auch ein zweites, fünftes oder zehntes Mal vorbeikommen. Zudem gibt es mir viel zurück, wenn Mitarbeitende am Ende eines stressigen Arbeitstag sagen können: War streng, aber hat richtig Spass gemacht. Das gibt viel Bestätigung und zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Schön. Da ist jemand mit wirklich viel Engagement dabei. Inwieweit hat Covid euren Geschäftsalltag verändert?

Covid veränderte unsere Alltag fundamental. Wir feierten am im Dezember 2020 die Eröffnung unseres ersten Standorts vis-à-vis der UBS in Zürich. Am Tag darauf kündigte der Bundesrat die Homeoffice Pflicht per Januar 2021 an. Entsprechend ruhig war es in unserem Salon während den ersten Monaten dieses Jahres. Gleichzeitig erleben wir diese Situation als eine grosse Chance. Beispielsweise gab es Kundinnen und Kunden, die dankbar waren, dass der Coiffeurbesuch rasch und unkompliziert abgehandelt werden konnte um das Ansteckungsrisiko im Vergleich zu einem 2-stündigen Termin zu minimieren. Auch die kontaktlose und unkomplizierte Bezahlung ist via Twint  wurde von vielen Kunden sehr geschätzt.

Natürlich ist Covid nicht das einzige Risiko, dem Unternehmer ausgesetzt sind. Wie ermittelst du eigentlich ganz generell deine unternehmerischen Risiken?

Ich wusste von Beginn an, dass Versicherungen für mich zwingend notwendig sein werden. Insbesondere mit meinen vielen Angestellten und die damit verbundenen Risiken von Krankheit und Ausfall. So suchte ich nach einer einfachen und schnellen, aber hochwertigen  Lösung.

Oft werden die Versicherungslösungen & -prozesse als nicht ideal oder sogar als lästig empfunden. Was sind deine «Pain Points», wenn es zu Versicherungsthemen kommt?

Ja, ich habe einfach viel um die Ohren und gleich zu Beginn erhielt das Versicherungsthema trotz der hohen Relevanz zu wenig Aufmerksamkeit. Die Zeit fehlt, um sich ausführlich damit zu befassen. Ich hatte schlicht Wichtigeres auf dem Tisch. Für mich mühsam war, dass die Zusammenarbeit mit einem Broker nicht zufriedenstellend war. Umso mehr war ich erleichtert, als ich anschliessend auf Helvengo gestossen bin.

Inwieweit hat Helvengo dein Versicherungsprozess optimiert?

Dank eurer Unterstützung ging alles richtig schnell. Wir gingen zusammen  in einem kurzen Gespräch die relevanten Risikofaktoren durch; und haben besprochen, welche Risiken bereits heute, welche erst in einer späteren Phase zu versichern sind. Das war effizient. Und ihr habt irgendwie die richtige Balance zwischen digitaler Lösung und persönlicher Beratung. Ich wusste einfach, dass ihr mir nichts verkauft, was ich nicht wirklich brauche.

Kurz: Für mich gibt es zwei Faktoren, die für Helvengo sprechen: Erstens sucht die Geschwindigkeit und Transparenz von Helvengo ihresgleichen in einer Versicherungswelt, die bis heute von Intransparenz lebt. Zweitens glänzt Helvengo mit attraktiver Preis-Leistung. Und zu wissen, dass ihr bei Helvengo – selbst ein Startup – mega motiviert seid, an einer besten Lösung zu arbeiten finde ich schlicht unterstützenswert.

Gibt es etwas, das unserem Service/Produkt derzeit noch fehlt?

Angenommen ich hätte bereits Versicherungen abgeschlossen; dann wäre es ein toller Service, wenn ihr mir anbieten würdet, meine bestehenden Verträge zu checken. Für Laien wie mich wäre es viel wert, eine Einschätzung zu kriegen ob wirklich alles passt. So könnte beispielsweise aufgedeckt werden, falls ich über- oder unterversichert bin.

Zudem bin ich selbst erstaunt, wie wenig ich eigentlich über die Risiken weiss. Solange man nicht über mögliche Schäden informiert ist, unterschätzt man so schnell die Notwendigkeit für eine Versicherungsdeckung. Beispielsweise bezüglich der Cyber-Thematik: Erst wenn ich realisiere, wie verheerend ein Kundendaten-Diebstahl für uns wäre, erkenne ich auch die Notwendigkeit für eine Versicherungsdeckung. Ihr dürft also gerne etwas mehr Bewusstsein schaffen.

Zum Schluss: Wie oft gehst du eigentlich selbst zum Coiffeur?

Sehr regelmässig. Ungefähr alle vier bis sechs Wochen. Ich diene häufig direkt als Modell für erste Haarschnitte von neuen Mitarbeitenden. Wenn jemand meine Haare schneidet, kann ich innerhalb von wenigen Minuten  beurteilen, ob diese Person sein Handwerk beherrscht oder nicht.


[1] Quelle: Kobler, E. (2020). Coiffeur-Salons in existenziellen Nöten. srf.ch. https://www.srf.ch/news/wirtschaft/lockdown-trifft-selbstaendige-coiffeur-salons-in-existenziellen-noeten

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