Blog

Helvengos Blogosphere – Tauche ein in die Welt von Helvengo

«Meet our Broker» mit Thomas Keller

Thomas Keller’s Leidenschaft gilt den Finanzen, der Familie und dem Eishockey. Er kann auf viele Jahre Erfahrung im Finanzvertrieb zurückschauen. Als Leiter Geschäftskunden bei der NVC AG berät er und sein Team Firmen mit einer umfassenden Finanzplanung. Bei Versicherungsfragen arbeitet Thomas gerne mit Helvengo zusammen - vorausgesetzt, das Produkt ist die beste Lösung für seine Kundschaft.
13.01.2022
Vedran Pranjic

Hi Thomas, vielen Dank nimmst du dir Zeit für diesen Austausch. Stelle dich unseren Lesern doch kurz vor…

Bereits sehr früh hatte ich zwei grosse Leidenschaften. Einerseits war ich immer sehr interessiert am Finanzwesen. Im zarten Alter von 14 Jahren hatte ich meine ersten Anlagefonds bei meinem späteren Arbeitgeber einer regionalen Bank gezeichnet. Andererseits galt meine zweite grosse Passion dem Eishockey. Für den Sport zog ich dann auch ins Wallis. Doch unglücklicherweise musste ich im ersten offiziellen Profijahr als Eishockeyspieler an beiden Hüften operiert werden. Somit war klar, dass ich nicht nur auf die Karte Eishockey setzen kann und begann im Agenturverhältnis mich selbstständig zu machen. Erfreulicherweise konnte ich trotzdem noch 6 Jahre in der Profiliga mitspielen und durfte sogar beim EHC Basel in der Nationalliga B den Flammenhelm (Top Scorer) eine Saison lang tragen.

Während meiner aktiven Zeit als Eishockeyspieler arbeitete ich im Finanzvertrieb weiter.  Nachdem ich die Karriere aus gesundheitlichen Gründen doch früher als gewünscht beenden musste, widmete ich mich vollständig der zweiten grossen Passion, eröffnete eine Filiale und führte zu Spitzenzeiten mit meinem Geschäftspartner bis zu 150 Mitarbeitende. Das grosse Ziel war die jüngste Direktionsleiter der grossen DVAG mit über 30’000 aktiven Beratern zu werden. Nach der Realisierung hatten mein Direktionspartner und ich Im Jahr 2014 die Finnascor AG gegründet, welche später die NVC AG gekauft hat.

Sehr spannend, definitiv kein 0815 Lebenslauf. Als einer unserer Broker[1] nutzt du die Features der Helvengo Webapp. Du analysierst alle Risiken und suchst entsprechende Versicherungsdeckungen. Doch ein Broker erledigt bestimmt noch viel mehr Dinge. Wie sieht also ein typischer Arbeitstag von dir aus?

Dafür müssen wir etwas grundlegendes Unterscheiden: Die Betreuung von Privatpersonen  respektive von Unternehmen.

Okay, macht Sinn. Wir von Helvengo fokussieren uns auf die KMUs. So erzähl mir doch bitte mehr über den Firmenkundenbereich.

Ein Firmenkunde-Broker betreut seine Mandate in vielen Disziplinen. Er agiert nicht nur als Vermittler von Versicherungslösungen sondern hilft auch im Tagesgeschäft. Das heisst, er unterstützt bei der Schadensabwicklung, schreibt spezifische Kundenbedürfnisse aus, analysiert und gegebenenfalls überarbeitet das Versicherungsportfolio und betreibt ganz allgemein das Risikomanagement für den Kunden. Dabei wird geschaut, welche Risiken der Kunde bereit ist zu tragen und welche Risiken abgegeben werden möchten. Für diese Beratungstätigkeiten gehen wir immer vor Ort.

Äusserst breitgefächertes Aufgabengebiet, was ein Broker abdeckt. Was zeichnet denn einen guten Makler aus?

Unser Credo lautet Finanzplanung ist Lebensplanung. Der Makler ist also als der verlängerte Arm des Kunden. Er agiert nicht im Interesse der Versicherungsgesellschaft, sondern im Interesse der Kundschaft. Das Schöne ist, dass wir als im Markt als vollständig unabhängige Akteure beraten können und so aus dem Markt für die Kundschaft die besten Lösungen ausarbeiten.

In der Schweiz gibt es tausende Versicherungsmakler. Weshalb sollte ich mich ausgerechnet bei dir beraten lassen?

Wir setzen uns als Synergieträger für unsere Kunden ein. Alles aus einem Unternehmen zu erhalten, soll für die Kunden die gesteigerte Form von Objektivität und Zeiteinsparung bedeuten. Das heisst, während sich die meisten Broker entweder auf das Privat- oder Firmengeschäft fokussieren, decken wir beides ab. So wird das HR bei den Firmenkunden entlastet, welches oftmals überfordert ist mit Fragen der Mitarbeiter zu verschiedensten Themen wie Pensionierungsplanung, Absicherung der Familie, BVG-Bezugsmöglichkeiten für Wohneigentum, Einkäufe in die Pensionskasse, Suche nach noch nicht transferierten Freizügigkeitsgeldern, Abredeversicherung, Übertrittsmöglichkeiten in die Einzeltaggeldversicherung und vieles mehr…

Die Firma kann für ihre Mitarbeiter als Fringe Benefit die private Finanzplanung anbieten. Als gerngesehenes Mitarbeiter Goodie wird oftmals auch der Steuererklärungsservice von der Firma für seine Mitarbeiter übernommen. Mittels Workshops zu Themen der privaten Assekuranz, Anlage-, Hypothekar & Steuerberatung werden die Mitarbeiter proaktiv aufgeklärt wie sie selbst ihre Finanzen optimieren können und welche Deckungen seitens Arbeitgeber bereits vollbracht werden. So können Doppelversicherungen vermieden werden und der Arbeitgeber nochmals besser positioniert, wenn er mehr macht, als das gesetzliche Minimum.

Wie gewinnt ihr neue Kundschaft?

Das ist sehr unterschiedlich. Manchmal möchte jemand beispielsweise einfach eine Zweitmeinung einholen. Oder Neukunden haben bereits eine persönliche Verbindung mit uns, beispielsweise durch Weiterempfehlung von bestehenden Kunden. Zufriedene Kunden ist für uns die effektivste Werbung.

Wie behältst du eigentlich den Überblick über alle Versicherungsangebote auf dem Markt?

Da helfen neuste Software Tools und natürlich der Austausch mit Berufskollegen im Büro – wir haben dafür intern extra eine Plattform kreiert, dass alle auf dem neusten Stand sind.

Wohin wird sich die Broker Branche deiner Meinung nach in Zukunft entwickeln?

Es wird weiterhin eine Konsolidierung stattfinden, nebst der zunehmenden Regulationsauflagen auch auf Grund des Generationenwechsels. Die erste Generation Broker kommt langsam in die Phase des wohlverdienten Ruhestandes. Eine geeignete Nachfolge zu finden ist nicht so einfach. Wir haben dies nun schon ein paar Mal gemacht und entsprechend wissen wir, wie man einen solchen Prozess richtig angeht. Dank unserem Knowhow, den verfügbaren Ressourcen und der Infrastruktur bieten wir das geeignete Umfeld dafür.

Künftig wird die Wichtigkeit des Brokers weiter steigen, weil die Branche immer komplexer wird. Ich glaube aber, dass Kunden immer mehr auf unabhängige Broker setzen und Aussendienstler von Versicherungen langfristig «aussterben» werden. In anderen Ländern gibt es diese gebundenen Vermittler auch bereits nicht mehr. Die Objektivität ist nicht gegeben und der Kunde ist sensibler geworden; er will Angebote vergleichen – zurecht.

Was sind deiner Meinung nach die größten Risiken für KMUs, die jeder Unternehmern evaluieren und ggf. versichern sollte?

Das kann man nicht pauschal sagen. Es gibt in den Bereichen Sach- & Vermögensschaden sowie Personenschäden Grundrisiken, die zum Teil obligatorisch versichert werden müssen. Im Personenbereich sind dies beispielsweise Unfall oder Pensionskasse. Im Sach- / Vermögensschadensbereich sind beispielsweise die Haftpflicht auf Motorfahrzeuge, da man sonst keine Zulassung / Nummernschild erhält oder für gewissen Branchen ist die Berufshaftplicht vorgeschrieben. Wir als Broker beispielsweise können uns nur registrieren lassen bei der Vermittleraufsicht, wenn eine entsprechende Berufshaftpflichtversicherung mit bestimmten Vorgaben vorliegt.

Aber es gibt auch weitere, nicht obligatorische, jedoch sehr sinnvolle Versicherungen. Dazu zählt die Krankentaggeldversicherung im Personenbereich (Stichwort OR 324, Lohnfortzahlungspflicht), Fahrhabenversicherung, Maschinenbruch, ATA, Cyber, D&O usw… Ein sauber ausgearbeitetes Risikomanagement, welches auf die Kundenbedürfnisse abgestimmt ist, zeichnet schlussendlich eine gute Brokertätigkeit aus.

Warum arbeitest du mit Helvengo zusammen?

Helvengo bringt Innovation am Markt. Zudem sorgt ihr für einfache AVBs und es gibt bei euch nicht viele Sublimiten beispielsweise in der Komplexen Cyberversicherungswelt. Das gefällt mir; denn in der Einfachheit liegt die Kunst.

Inwiefern hat Helvengo deine Arbeit optimiert?

Helvengo ist bereits heute ein guter, zusätzlicher Anbieter von kompetitiven Versicherungsprodukten im Markt. Und auf der Systemebene ist die Risikoanalyse für KMUs sicherlich ein cooles Tool, welches Analysen effizienter gestaltet.

Gibt es etwas, das unserem Service/Produkt derzeit noch fehlt?

Grundsätzlich gilt: Je umfangreicher euer Angebot wird, umso mehr Möglichkeiten bietet es uns. Ein grosses Angebot ist wichtig, weil ein aktives Risikomanagement sehr individuelle Lösungen erfordert. Ein nächstes, aus meiner Perspektive wünschenswertes Produkt, wäre eine Kombi-Lösung für die Sach- und Haftpflichtversicherung.

Zum Schluss: Was macht dir im Beruf besonders Spass?

Es macht Spass, der Kundschaft einen Mehrwert bieten zu können. Gemeinsam die besten Lösungen auszuarbeiten und für jemanden das Leben einfacher zu machen, indem er mit jeglichen Finanzthemen auf uns zukommen kann, ist sehr erfüllend. Ich habe einfach eine grosse Leidenschaft für meinen Beruf und bin stolz auf unsere Arbeit.

Zudem haben wir ein junges, dynamisches Team bei NVC. Es ist eine coole Truppe und alle kommen gerne ins Büro. Man unterstützt sich gegenseitig und viele sind ehemalige Sportler, welche auch im Beruf mit Ehrgeiz, Selbstdisziplin, Ausdauer dabei sind. Diese Einstellung kommt dem Kunden, uns und der gesamten Gesellschaft zugute.

Erfolg hat man gemeinsam oder gar nicht.  


[1] Broker ist gleichbedeutend wie Versicherungsmakler oder Versicherungstreuhänder

Loading...