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Cyberversicherung für Unternehmen: sinnvoll oder nicht?

Mit zunehmender Digitalisierung der Arbeitsprozesse erhöhen sich die Cyberrisiken für Unternehmen. Was ist, wenn es zum Worst-Case-Szenario kommt? Als Unternehmer:in fragst du dich vielleicht, ob eine Cyberversicherung für dein Unternehmen sinnvoll wäre.
02.06.2022
Vedran Pranjic

Als Entscheidungsträger:in in einem Startup oder KMU musst du tagtäglich unzählige Beschlüsse fassen. Manche davon sind weniger komplex («Soll es ergonomische Bürotische fürs Team geben?»). Andere sind weitreichender: «Ist eine Cyberversicherung für mein Unternehmen sinnvoll?».

Letzteres ist auch gar nicht so einfach zu beantworten, zumal viele IT-Dienstleister einem dazu raten, man solle lieber mehr in IT-Sicherheit investieren, damit es gar nicht erst zum Worst-Case-Szenario kommt. Doch gerade als junges Unternehmen hat man oft (noch) keine voll ausgereifte IT-Infrastruktur.

In diesem Fall ist eine Cyberversicherung die ideale Ergänzung, um Cyberkriminellen trotzdem nicht schutzlos ausgeliefert zu sein.

Was ist eine Cyberversicherung?

Eine Cyberversicherung ist im Grunde wie eine Brandversicherung für den digitalen Raum. Wenn früher der Bauernhof oder die Fabrik abbrannten, war die Existenzgrundlage des Betriebs verloren und die betroffene Person wurde in den Ruin getrieben.

Heute hat sich die Wertschöpfung der meisten Unternehmen in den digitalen Bereich verlegt. Wird das Büro infolge eines Brandes zerstört, doch der Server ist in den USA, kann der Betrieb ganz einfach anderswo wieder aufgenommen werden. Werden aber wichtige Daten gestohlen, gesperrt oder vernichtet, sind ein Betriebsstillstand oder die Schliessung der Unternehmung kaum mehr zu verhindern.

«Mit zunehmender Digitalisierung der Unternehmensprozesse verschieben sich auch die Gefahren ins Digitale.» – Dominik Lindner, Versicherungsexperte und Underwriter

Diese Risiken können Unternehmen mit einer Cyberversicherung absichern. Wie eine Brandversicherung schützt sie vor finanziellen Schäden und bewahrt die Unternehmung vor weit greifenden Schäden.

Welche Risiken deckt eine Cyberversicherung?

Eine Cyberversicherung bei Helvengo besteht aus einem Basisschutz sowie weiteren Modulen, die den individuellen Bedürfnissen entsprechend hinzugefügt werden können.

Die Basis im Cyberschutz

Das Basismodul ist grundsätzlich unabdingbar für alle Unternehmen, die digital arbeiten und umfasst diverse Serviceelemente.

Nehmen wir Laura als Beispiel: Laura ist Gründerin und Geschäftsführerin eines kleinen Online-Shops für Fitnessprodukte. Ihr Mitarbeiter Simon bekommt eines Tages eine Mail mit einem Anhang, der auf den ersten Blick wie eine Lohnabrechnung aussieht. Er öffnet die Datei und innert kürzester Zeit wird sein Bildschirm schwarz, nichts geht mehr.

Laura greift zunächst zum Telefon und ruft die Schadenshotline von Helvengo an und schildert ihr Problem einer Fachperson. Die Spezialistin, Melanie, prüft den Verdacht und kann allenfalls bereits ersten Rat geben. Bestätigt sich der Verdacht, wird Melanie den Fall vor Ort begutachten und prüfen, was genau vorgefallen ist. Handelt es sich um einen Hackerangriff, bei dem Daten blockiert oder verloren wurden, machen sich Melanie oder der IT-Dienstleister des Unternehmens an die Wiederherstellung dieser Daten und an die Analyse der Schwachstellen.

Stellt sich bei der Analyse heraus, dass die Hacker Einsicht in die Daten von Lauras Unternehmen hatten, ist sie dazu verpflichtet, die Behörden über den Vorfall zu informieren. Laura muss hierfür einen Rechtsbeistand hinzuziehen. Und nicht nur das, auch die Kund:innen müssen zur Datenschutzverletzung benachrichtigt werden. Laura ist froh um die Reputationsberatung ihrer Versicherung, die sie in dieser sensiblen Kommunikation unterstützt.

Damit so etwas nicht noch mal passiert, absolvieren Laura und ihre drei Mitarbeiter:innen zudem ein Online-Training zum Thema Cybersicherheit und Datenschutz.

Helvengo übernimmt diesen Komplettservice und trägt mehrheitlich alle entstandenen Kosten. Laura kann sich somit schnell wieder um ihr Kerngeschäft kümmern: Fitnessprodukte verkaufen.

Cyberversicherung nach Wahl

Je nach Bedürfnissen eines Unternehmens können neben dem Basisschutz noch weitere Bausteine einer Cyberversicherung sinnvoll sein:

  • Cyber-Betriebsunterbrechung Kommt zum Zug, falls der Geschäftsbetrieb aufgrund von böswillig herbeigeführten IT-Ausfällen (Viren, Hackerangriff usw.) unterbrochen wird.
  • Cyber-Vertrauensschaden Wird beansprucht, insofern das Unternehmen Opfer von Betrug, Diebstahl oder Unterschlagung (übers Internet) wird.
  • Cyber-Zahlungsmittelschaden Kommt zum Tragen, falls ein Schaden im Zusammenhang mit Zahlungsmitteln im digitalen Raum passiert (z.B. Verlust oder Beschädigung von Kreditkartendaten).
  • Cyber-Erpressung Wird eingesetzt, sobald jemand Geld fordert, damit das Unternehmen nicht gehackt wird oder bereits gehackte Systeme wieder freigegeben werden (z.B. Blockade der Geschäftsdaten). Sie umfasst mitunter das Bereitstellen von Expert:innen, die im Falle einer Erpressung die Verhandlungen mit den Erpresser:innen übernehmen.
  • Cyber-Haftpflicht Greift dann, wenn aus Versehen gegen Vorschriften im Zusammenhang mit IT-Sicherheit oder Datenschutz verstossen wurde (ist teilweise bereits in der regulären Betriebshaftpflichtversicherung abgedeckt).

💡 Wichtig: Es gibt auch Fälle, die nicht abgesichert sind, zum Beispiel wenn Daten unrechtmässig erhoben wurden, bei Garantiezusprüchen oder wenn der Schaden aus einem Ausfall der Infrastruktur (z.B. Probleme beim Internetanbieter) resultiert.

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Wann und für wen ist eine Cyberversicherung sinnvoll?

Grundsätzlich ist eine Cyberversicherung für alle Unternehmen sinnvoll, die für ihre Arbeit auf funktionierende IT-Systeme angewiesen sind. Denn leider kann es jede Firma treffen. Einer grösseren Gefahr ausgesetzt sind aber auf jeden Fall Unternehmungen, die sehr stark mit digitalen Prozessen arbeiten und von deren Funktionalität abhängig sind.

«Je mehr die Wertschöpfung des Unternehmens im digitalen Bereich liegt, desto wichtiger ist eine Cyberversicherung.» – Dominik Lindner, Versicherungsexperte und Underwriter

Heisst konkret: Während eine kleine Bäckerei vermutlich nicht gleich schliessen muss, wenn die Bestelldaten gehackt werden, verliert ein Online-Shop in so einem Fall seine komplette Existenzgrundlage.

Ein weiterer wichtiger Faktor, um zu entscheiden, ob sich eine Cyberversicherung für das eigene Unternehmen lohnt, sind personenbezogene Daten. Denn je mehr Kundendaten digital gespeichert sind, desto anfälliger ist das Unternehmen für Cyberangriffe. Dies gilt insbesondere für sensible Daten, zum Beispiel in Zusammenhang mit gesundheitlichen oder rechtlichen Themen oder auch im Versicherungsbereich.

So wurde einst ein Headhunter Opfer einer Cyberattacke, weil ein Mitarbeiter unbewusst eine Schadsoftware heruntergeladen hatte. Der Headhunter verlor alle Daten, die über die letzten 10-15 Jahre in seinem Unternehmen gesammelt worden waren. Der geschätzte Schaden belief sich schliesslich auf CHF 960’000.

💡 Unser Tipp: Wenn du überlegst, ob eine Cyberversicherung für dein Startup oder KMU sinnvoll ist, solltest du dir folgende zwei Fragen stellen:

  • Wie lange kann ich nicht arbeiten, wenn ein Hackerangriff passiert?
  • Wie schlimm wäre mein Schaden, wenn ich alle meine Daten verliere?

Welche Deckungssumme hat eine Cyberversicherung?

Die Deckungssumme bezeichnet den Betrag, der versichert ist – also im Schadenfall maximal von der Versicherung ausbezahlt wird – und kann individuell festgelegt werden. Da Schäden infolge von Cyberkriminalität schnell sehr hoch ausfallen können, ist auch die Deckungssumme entsprechend hoch.

Bei Helvengo geht es im Cyberschutz z.B. ab CHF 100’000 los, abhängig davon, wie viel Schutz die oder der Versicherte braucht. Bis zu einer Summe von CHF 1 Million ist es möglich, die Versicherung ganz einfach online abzuschliessen. Und sollten sich die Bedürfnisse im Laufe der Zeit ändern, kann die Police auch später noch angepasst werden.

💡 Wichtig: Nicht alle Kosten werden ab dem ersten Franken übernommen. Im Falle einer Betriebsunterbrechung sind z.B. die ersten acht Stunden nicht gedeckt. In der Regel gilt im Cyberschutz zudem ein Selbstbehalt von mindestens CHF 500.

Was kostet eine Cyberversicherung?

Der Preis einer Versicherung gegen Schäden infolge von Cyberkriminalität hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel:

  • Wie hoch ist die Deckungssumme?
  • Welche Risiken will ich versichern und welche Module habe ich gewählt?
  • Welches Preis-Leistungs-Verhältnis bietet welcher Anbieter?

In der Schweiz erhält man eine Basisversicherung für ein Startup oder KMU ab ca. CHF 340 brutto im Jahr, einen vollumfänglichen Schutz ab ca. CHF 590.

«Eine Cyberversicherung lohnt sich auf jeden Fall, denn die Schäden infolge eines Cyberangriffs liegen in den seltensten Fällen unter CHF 40’000.» – Dominik Lindner, Versicherungsexperte und Underwriter

💡 Eine Cyberversicherung extra für KMU Als junges Unternehmen, das selbst im digitalen Raum unterwegs ist, wissen wir, worauf es bei einer Cyberversicherung ankommt: Sie soll genau die Risiken abdecken, die du versichert wissen willst – und nicht mehr.

Deswegen kannst du deine Cyberversicherung bei uns modular, ganz nach deinen Bedürfnissen zusammenstellen: Du bestimmst, ob und welche Module du zusätzlich zur Basisversicherung brauchst.

Und da wir uns ausschliesslich um Startups und KMU kümmern, müssen bei uns keine Risiken von grösseren Unternehmen von kleineren Betrieben quer finanziert werden. So können wir dir unseren Top-Service zu einem mehr als fairen Preis anbieten.

Entdecke jetzt die Cyberversicherung von Helvengo

Cyberschutz und Cyberversicherung auf Augenhöhe

Ergonomische Bürotische für dein Team? Klingt gut. Eine Cyberversicherung für dein Unternehmen? Auch.

Denn Cyberangriffe kommen leider viel häufiger vor, als man denkt – auch in der Schweiz. So waren die Websites der St. Galler Behörden 2021 vorübergehend offline, da eine Hackergruppe ihren Hosting-Anbieter attackiert hatte.

Zudem gilt: Eine gute IT-Infrastruktur kann zwar viel zum Cyberschutz beitragen, aber längst nicht alle Cyberrisiken eliminieren.

«Es ist wichtig, etwas präventiv für den Cyberschutz zu tun, aber es ist genauso zentral, für den Ernstfall abgesichert zu sein.» – Dominik Lindner, Versicherungsexperte und Underwriter

Die finanzielle Absicherung ist dabei das eine. Aber mindestens genauso wichtig ist es, einen zuverlässigen Partner an deiner Seite zu wissen, der dich kompetent berät und sicher aus dieser Notsituation herausführt. So kannst du so schnell wie möglich zu dem zurückkehren, was du liebst: dein Tagesgeschäft.

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