IT-Sicherheit & KMU: Das gilt es zu beachten

IT-Sicherheit & KMU: Das gilt es zu beachten

Als InsurTech-Startup können wir ein Lied davon singen, wie wichtig dieser Aspekt ist. Auch wir haben einmal klein angefangen und unsere IT-Infrastruktur von null an aufgebaut. Gerne teilen wir unsere Erfahrungen mit dir, damit auch du bei der IT-Sicherheit deines KMU die richtige Balance zwischen dem bestmöglichen Schutz und einem realistischen Budget findest.

IT-Sicherheit in Unternehmen – was ist das eigentlich genau?

Der Begriff «IT-Sicherheit» ist in aller Munde, doch was genau versteht man eigentlich darunter?

«IT-security or cybersecurity includes all measures which support a system to work as intended, among others prevention against criminal mind in scenarios such as data theft or its integrity. Having a well constructed IT-security system aims thereby to hinder data loss, but also monitoring of system integrity or system interrupts.» – Vasco Mouta, Chief Technology Officer

So weit, so gut. Bei uns heisst das konkret: Wir haben ein Set von bewährten Vorgehensweisen, mithilfe derer wir das bestmögliche Ergebnis, also die bestmögliche Sicherheit für Helvengo erreichen wollen.

Dieses Set enthält verschiedene Bausteine:

  • Konkrete Schutzmechanismen: Zwei-Faktor-Authentisierung, Passwort-Management-Tool, Firewall usw.
  • Strikte Richtlinien: Nur so viel Zugriff wie nötig (z. B. im Umgang mit Kundendaten)
  • Aufklärung: Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter:innen
  • Externe Unterstützung: Beratung durch Cybersecurity-Expert:innen und Auslagerung gewisser Prozesse/Services

Anbieter:innen für IT-Security-Lösungen gibt es heutzutage wie Sand am Meer. Aber wie findet man den geeigneten IT-Partner? Für uns waren bei der Auswahl primär persönliche Erfahrungen sowie Empfehlungen entscheidend. Doch auch eine gründliche Internetrecherche und Vergleiche (inkl. Lesen von Erfahrungsberichten anderer Kund:innen) sorgten für eine solide Entscheidungsgrundlage.

IT-Sicherheit im Unternehmen: Was soll geschützt werden?

Wenn es um Cybersecurity in Unternehmen geht, muss man sich erst mal bewusst machen, wie die IT-Infrastruktur überhaupt aufgebaut ist und welche Teile besonders sensibel und damit schützenswert sind.

In den meisten Unternehmen gibt es dabei zwei Teile: die internen IT-Systeme und die externen Kundendaten. Alles bestmöglich schützen zu können, wäre zwar schön, ist in der Praxis – die insbesondere bei kleineren Unternehmen häufig von limitierten finanziellen Mitteln mitbestimmt wird – aber leider nicht immer umsetzbar.

Deshalb ist es wichtig, einen klaren Fokus zu definieren. Für einen Cloud-Anbieter ist wahrscheinlich der wichtigste Aspekt, dass die Server rund um die Uhr erreichbar sind.

«We believe in customer experience – and security is also part of that. This is quite sensitive for us.» – Vasco Mouta, Chief Technology Officer

Für uns als Versicherungsanbieter steht die Kundendatensicherung im Mittelpunkt. Klar, denn die Versicherungsunterlagen enthalten ganz persönliche Daten und Informationen, auch zu den Ängsten und Schwächen unserer Kund:innen. Diese gilt es zu schützen – weil es für uns selbstverständlich (und auch unsere Pflicht) ist, aber auch, weil ein Gefühl von Sicherheit Teil des Kundenerlebnisses ist.

Ein IT-Sicherheitskonzept für kleine Unternehmen – diese 5 Dinge kannst du bereits mit knappen finanziellen Mitteln in Angriff nehmen

1. Sensibilisierung der Mitarbeiter:innen

Eine der grössten Sicherheitslücken von IT-Systemen – das zeigen auch Zahlen – sind die Menschen, die sie nutzen. Deshalb ist ein ganz zentrales Element der IT-Sicherheit in Unternehmen die Sensibilisierung und Schulung der Mitarbeiter:innen.

Bei Helvengo erfolgt diese in zwei Schritten. Zunächst einmal ist Cybersecurity bereits im Onboarding-Prozess ein Fokus: Die neuen Kolleg:innen erhalten schon zu Beginn ihrer Anstellung wichtige Informationen zu Themen wie Umgang mit einer Firewall, Festlegen von sicheren Passwörtern oder woran man Phishing-Mails erkennt.

Ausserdem gibt es bei Helvengo im Rahmen der TGIFs («Thank God it’s Friday»-Treffen) jeden zweiten Monat einen Input seitens IT-Abteilung. Dort werden Neuigkeiten weitergegeben, aber auch Negativbeispiele genannt, damit sich Mitarbeiter:innen der Gefahren wieder etwas (stärker) bewusst werden.

💡 Unser Tipp Eine einfache, aber effektive Massnahme gegen die «Schwachstelle Mensch» ist das Principle of Least Privilege (POLP), auch Principle of Least Access genannt. Das heisst, alle erhalten nur so viel Zugriff, wie sie auch wirklich für ihre tägliche Arbeit benötigen.

2. Know Your System

Wie heisst es so schön: «Wissen ist Macht.» Dies gilt auch für den IT-Bereich. Selbst wenn die IT-Infrastruktur ausgelagert ist, solltest du (oder eine Person deines Vertrauens) detailliert darüber Bescheid wissen, welche Systeme vorhanden sind und was wie läuft. Nur so kann man die Risiken richtig einschätzen, die Prozesse überwachen und im Ernstfall schnell und adäquat reagieren.

3. Monitoring

Mit das Wichtigste ist Monitoring! Heisst konkret: Man muss überwachen und aufmerksam sein. Denn so kann festgestellt werden, ob etwas Ungewöhnliches geschieht – sei das im Tagesgeschäft im Büro oder auf den Servern.

«From time to time, a company needs that one person that does some audits and annoys everybody when they have not set up for example the two-authentificator password.» – Vasco Mouta, Chief Technology Officer

Wenn dich z.B. Melanie von der IT zum dritten Mal auffordert, endlich eine Handynummer für die Zwei-Faktor-Authentisierung zu hinterlegen, sei dankbar für den Beitrag, den sie zur Cybersicherheit deines KMU leistet. Klar, es bedeutet für dich Mehraufwand, jedes Mal dein Handy herauszusuchen, damit du dich einloggen kannst. Aber es lohnt sich – weil du damit dein Unternehmen schützen kannst.

💡 Unser Tipp Besonders das automatisierte Überwachen von IT-Systemen lässt sich sehr gut outsourcen. Bei uns werden beispielsweise einzelne Teilbereiche von Drittfirmen überwacht. Der Vorteil: Die Expert:innen kennen sich da einfach besser aus und wissen genau, was es zu beachten gilt.

4. Resilienz und Backups

Beim Thema IT-Sicherheit geht es auch darum, dass bereits geleistete Arbeit bei einer allfälligen Cyberattacke nicht (oder zumindest nicht vollständig) verloren geht. Dabei helfen Backups. Doch Vorsicht: Ein Backup ist immer nur eine Momentaufnahme. Je nachdem, wie häufig (oder eben selten) Backups erstellt werden, gehen einige Daten möglicherweise trotzdem verloren.

Im Ernstfall ist es für die betroffene Firma ausserdem wichtig, dass die Arbeit so schnell wie möglich wiederaufgenommen werden kann (oder vielleicht gar nicht erst unterbrochen wird). Hier kommt der Begriff Resilienz ins Spiel. Damit sind z. B. sogenannte «redundante» Strukturen gemeint, die einspringen können, wenn das Parallelsystem ausfällt (z. B. eine zweite Internetleitung, die greift, falls die Hauptleitung lahmgelegt wird).

Je nachdem, was in deinem Unternehmen besonders geschützt werden muss, kann es sich also lohnen, eine Parallelstruktur für das entsprechende System (Netzwerk, Server, Datenbank o. ä.) anzulegen.

5. Notfallplan

Falls es doch mal zum Worst Case kommen sollte, ist es wichtig, einen Notfallplan parat zu haben. Darin sollte genau definiert sein, wie in einem solchen Fall vorgegangen wird, also:

  • Was hat oberste Priorität? Was muss als Allererstes getan werden?
  • Wer muss als Erstes (und wer im Anschluss) informiert werden?
  • Wer hat die Verantwortung resp. Entscheidungsgewalt?
  • usw.

Denn letztlich kann man nicht alle Risiken eliminieren, es bleibt immer eine Art «managed risk». Entscheidend ist aber, im Ernstfall schnell handeln zu können. Das hat auch in unserem Unternehmen Priorität:

«Big companies with the best IT systems have been hacked in the past, so we cannot ensure that there is no possibility for such an attack on our company. What we can ensure is that we know how to react and that we can react as fast as possible.» – Vasco Mouta, Chief Technology Officer

Und genau, weil man sich nie 100 % vor einem Angriff schützen kann, lohnt es sich, den potenziellen Schaden einer Cyberattacke zusätzlich zu versichern.

💡 Die Cyberversicherung von Helvengo Bei Helvengo kannst du ganz einfach online eine Cyberversicherung für dein Unternehmen abschliessen. Mit unterschiedlichen Modulen kannst du dein Unternehmen zum Beispiel gegen Betriebsunterbrechung, Erpressung oder Zahlungsmittelschaden versichern. Du möchtest mehr zum Thema Cyberversicherung erfahren? Entdecke jetzt die Cyberversicherung von Helvengo.

Übrigens: Für den Fall der Fälle hat auch Helvengo selbst eine Cyberversicherung abgeschlossen.

IT-Sicherheit und KMU: ein Thema, das man angehen sollte

Als InsurTech-Unternehmen hat Helvengo von Anfang an einen Schwerpunkt auf das Thema Cybersicherheit gelegt. Und das hat sich bezahlt gemacht, denn glücklicherweise waren wir noch nie Opfer eines Hackerangriffs. Wir verstehen aber auch, dass das Thema für viele Selbstständige sowie Entscheidungsträger:innen in Startups und KMU erst mal als weiter weg oder unwichtiger empfunden wird, denn das Digitale ist ja auch irgendwie weniger greifbar als beispielsweise die Büroausstattung oder der Firmenwagen.

Trotzdem sollte man die IT-Sicherheit im Unternehmen nicht auf die lange Bank schieben, denn die Schäden einer potenziellen Cyberattacke können extrem hoch ausfallen, Daten im Worst Case unwiederbringlich verloren sein. Niemand ist komplett vor einem Hackerangriff gefeit. Je mehr Massnahmen man jedoch ergreift, umso unattraktiver ist man für Hacker:innen, da für sie der Aufwand steigt. Deshalb gilt es, sich frühzeitig mit den individuellen Risiken auseinanderzusetzen und entsprechenden Gefahren bestmöglich vorzubeugen.

Doch manchmal reicht selbst das nicht, und man bemerkt erst, dass man gehackt wurde, wenn nichts mehr läuft oder es zur Lösegeldforderung kommt.

«Sometimes you only notice them when they knock on your door and ask for money.» – Vasco Mouta, Chief Technology Officer

In einem solchen Fall ist es Gold wert, die resultierenden Schäden versichert zu wissen und einen zuverlässigen Partner mit dem passenden Know-how an seiner Seite zu haben. Eine Cyberversicherung ist hier die Lösung. Finde heraus, ob sie sich auch für dein Unternehmen lohnt.

Zum Schluss eine gute Nachricht: Es stimmt zwar, dass jeder Betrieb einem Hackerangriff zum Opfer fallen kann und Hacker auch immer gewiefter werden, aber auch die Schutzmechanismen gegen Cyberangriffe entwickeln sich rasant weiter. Das dank neuer technischer Lösungen und vor allem dank mehr Bewusstsein in den Unternehmen.

Mutiger entscheiden: Wieso eine D&O-Versicherung sinnvoll ist

Mutiger entscheiden: Wieso eine D&O-Versicherung sinnvoll ist

Manager:innen und Unternehmer:innen haben einige Freiheiten, dürfen eigenständig Entscheidungen treffen, müssen aber auch die Verantwortung für diese Entscheide sowie die daraus resultierenden Konsequenzen übernehmen. Wird jedoch eine ungünstige Entscheidung getroffen, leidet die Firma und im schlimmsten Fall auch das Firmenvermögen darunter. Aber kann man dich als Inhaber:in oder dein Management persönlich dafür haftbar machen?

Stellt man sich diese Fragen, beeinflusst das wahrscheinlich auch die Art und Weise, wie man täglich Entscheidungen trifft. Man ist automatisch vorsichtiger oder möchte sogar – gerade wenn man nur im Management sitzt, aber nicht Eigentümer:in ist – absolut keine grossen Risiken mehr eingehen. Es gibt aber auch noch eine andere Option: Mit einer D&O-Versicherung kannst du dich und deine Führungskräfte entsprechend schützen.

Was ist eine D&O-Versicherung?

Die D&O-Versicherung, im Deutschen auch Organhaftpflichtversicherung, ist eine Vermögensschadenversicherung. Sie schützt Manager:innen und Geschäftsführer:innen vor den möglichen Konsequenzen ihrer Entscheidungen. Was heisst das genau?

Die Idee der D&O-Versicherung stammt ursprünglich aus den USA. Die meisten Firmen haben dort bereits Versicherungen abgeschlossen, um Klagen gegen Führungskräfte vorzubeugen. Der Bedarf für D&O-Versicherungen wächst aber auch in der Schweiz. Immer häufiger werden Managemententscheidungen, die einen finanziellen Schaden für die Firma zur Folge haben, durch Stakeholder:innen oder Aktionär:innen bemängelt. Oftmals verlangen diese sogar, dass die Führungskräfte mit ihrem Privatvermögen für den Verlust haften und gehen gerichtlich gegen sie vor. Um ihre Manager:innen entsprechend zu schützen, schliesst eine Firma also eine D&O-Versicherung ab. Obwohl die D&O-Versicherung das Privatvermögen von Personen schützt, kann sie nur von Unternehmen abgeschlossen werden.

Für wen ist eine D&O-Versicherung sinnvoll?

Die D&O-Versicherung lohnt sich für jedes Unternehmen, das sein Management vor finanziellen Konsequenzen ihrer Entscheidungen schützen möchte. Eine D&O-Versicherung macht also für Betriebe bereits ab 1-2 Mitarbeitenden Sinn. Denn unser Versicherungsexperte weiss: Eine Aussenhaftung kann auch bei einer kleinen Firma vorkommen und birgt finanzielle Risiken.

«Die D&O-Versicherung schützt nicht das Firmenvermögen sondern die Privatperson, welche die Entscheidung getroffen hat.» – Vedran Pranjic, Co-Founder & Managing Director

Umso mehr ist die Versicherung aber auch aus Firmensicht sinnvoll: Eine D&O-Versicherung sorgt dafür, dass das Management nicht «in Handschellen» unterwegs ist und sich bei jeder Entscheidung Sorgen um mögliche Risiken machen muss. Das verunsichert und führt dazu, dass man gar nicht mehr weiss, was man überhaupt machen darf.

💡 Die D&O-Versicherung ist auch für Startups relevant. Nicht zuletzt, wenn es um die Finanzierung geht, da Investmentpartner:innen für ihr Investment in eine Firma oft verlangen, dass diese über eine D&O-Versicherung verfügt. Leider ist das nicht so einfach: Häufig können Startups noch keine etablierten Strukturen aufzeigen oder Dokumentationen der internen Vorgänge vorlegen. Dadurch erhöht sich das Risiko für Versicherer.

Bei Helvengo kannst du auch als Startup problemlos eine D&O-Versicherung abschliessen. Schau dir unser Produkt an.

Als Startup kann eine D&O-Versicherung die Grundvoraussetzung sein, um wertvolle Investmentpartner:innen zu gewinnen. Und als etabliertes Unternehmen? Ein entscheidendes Recruiting-Argument: Bei der Einstellung achten Manager:innen oftmals darauf, ob eine D&O-Versicherung vorhanden ist und damit ihre Unsicherheiten und Risiken bei Entscheidungen kleiner sind.

Welche Risiken deckt eine D&O-Versicherung?

Wird eine D&O-Versicherung abgeschlossen, bezieht die Deckung alle Personen ein, die im Management sind. Konkret muss natürlich definiert werden, wer in die obersten Reihen der Geschäftshierarchie gehört. Üblicherweise beinhaltet das alle Personen, die Teil der Geschäftsleitung sind oder bis zu einem gewissen Grad finanzielle Entscheidungen treffen können.

Bei einer D&O-Versicherung sind sowohl Innen- als auch Aussenhaftung abgedeckt. Oder auch:

«Alles, was der Firma einen finanziellen Schaden verursachen kann, ist abgesichert.» – Vedran Pranjic, Co-Founder & Managing Director

Was bedeutet das konkret?

Die Innenhaftung bei einer D&O-Versicherung

Die Innenhaftung bezieht sich auf interne Klagen, wie zum Beispiel solche von Aktionärinnen und Aktionären, die mit Managemententscheidungen nicht einverstanden sind.

Nehmen wir Roman als Beispiel: Roman ist Marketingleiter eines KMU. Für eine Marketingkampagne hat Roman entschieden, CHF 100’000 in Flugmeilen einer bekannten Airline zu investieren, um diese später an Kundinnen und Kunden zu verschenken.

Zwei Wochen nach dem erfolgten Kauf meldete die gewählte Airline Konkurs an – und die Meilen waren wertlos. Teilhaber:innen des KMU machten Roman verantwortlich, angeblich war es absehbar, dass sich die Airline nicht mehr lange über Wasser halten konnte. Sie forderten dann, dass Roman für diese Fehlentscheidung mit seinem privaten Vermögen haften soll.

Die Aussenhaftung bei einer D&O-Versicherung

Die Aussenhaftung – sie kommt besonders in Europa häufig vor – deckt Ansprüche von Ämtern wie Steuerbehörden, Mehrwertsteuerämtern, oder auch anderen Unternehmen, bei denen die Firma höhere Schulden hat.

💡 Die meisten D&O-Klagen erfolgen beim Inkassoverfahren. Oft wird bemängelt, dass der Konkurs bereits früher erkannt und gemeldet hätte werden müssen. Bei dieser sogenannten «Insolvenzverschleppung» können dann finanzielle Ansprüche für offene Steuerrechungen oder Lohnzahlungen an das Management und insbesondere die Inhaber:innen gestellt werden.

Die D&O-Versicherung von Helvengo

Die D&O-Versicherung deckt jedoch nicht nur den entstandenen Schaden, sondern auch dabei entstandene Zusatzkosten. Hier ein paar spezifische Beispiele, was in der D&O-Versicherung von Helvengo abgedeckt ist:

  • Abwehrkosten Egal ob Innen- oder Aussenhaftung: Der erste Schritt bei einer D&O-Klage ist immer der Versuch, diese abzuwehren. Es wird durch ein Anwaltsteam geprüft, ob überhaupt ein Anklagepunkt besteht und ob dieser allenfalls mit guter Begründung abgewiesen werden kann. Die dabei entstehenden Anwaltskosten sind in der D&O-Versicherung ebenfalls abgedeckt.
  • Weltweiter Rechtsschutz Die Schadendeckung ist nicht vom Aufenthaltsort der Managerin oder des Managers abhängig. Befindet sich eine Person zum Zeitpunkt eines Entscheids im Ausland, wird der Schaden trotzdem übernommen. Dasselbe gilt auch für Tochtergesellschaften, bei denen dieselben Manager:innen eingetragen sind.
  • Reputationskosten Entsteht durch einen Versicherungsfall ein Reputationsschaden, werden Massnahmen wie z.B. Image- und PR-Beratung finanziert, um den guten Ruf wiederherzustellen. Bei der D&O-Versicherung von Helvengo werden dabei Kosten von bis zu CHF 100’000.- für die Rehabilitation übernommen.
  • Keyman-Versicherung Wenn eine Person mit enormer Wichtigkeit für das Unternehmen für längere Zeit ausfällt, wird deren Abwesenheit ebenfalls durch die D&O-Versicherung gedeckt. Das bedeutet zum Beispiel, dass beim Ausfall der Verkaufsleiterin nicht nur ihr Salär, sondern auch angefallene Verluste durch tiefere Verkaufszahlen von der D&O-Versicherung getragen werden, insofern die Verluste klar aus ihrer Abwesenheit resultieren. Hier gilt bei Helvengo jedoch eine Oberlimite von CHF 500’000 – bzw. dem entsprechenden Deckungsbetrag, falls dieser tiefer ist.

Was kann passieren, wenn ich keine D&O-Versicherung abschliesse?

Man soll nicht immer vom Schlimmsten ausgehen, doch ist es wichtig, potenzielle Risiken genau zu kennen und für sich zu analysieren.

Nehmen wir Marta als Beispiel: Die Firma von Marta musste Insolvenz anmelden. Das Unternehmen schrieb jedoch schon einige Monate zuvor rote Zahlen. Per Insolvenzeröffnung waren also noch rund 25 Mitarbeitende angestellt, die eine Kündigungsfrist von 3-6 Monaten hatten.

Was nun? Der Schuldenberg häuft sich: Offene Lohnzahlungen für die verbleibenden Monate, Steuerschulden für das angefangene Geschäftsjahr und Sozialversicherungsleistungen (um nur einige davon zu nennen) sammeln sich an. Beim Insolvenzverfahren kommt die Frage auf: «Wären diese Kosten nicht zu verhindern gewesen?». Nach Prüfung der Bücher war klar, dass die Firma bereits vor einigen Monaten nicht mehr zu retten war und die Geschäftsleitung schon zu diesem Zeitpunkt Insolvenz beantragen hätte müssen.

Aus dem verbliebenen Firmenvermögen kann der Betrag nicht mehr gezahlt werden. Wer kommt also für die übrigen Kosten auf? Die Geschäftsleitung – in diesem Fall Marta als Inhaberin und CEO.

Da Marta nicht in der Lage war, die Beträge mit ihrem Privatvermögen sofort zu zahlen, warten Mitarbeitende nun auf ihre Lohnzahlungen. Das hat auch persönliche Folgen: Besonders bei kleinen Unternehmen sind die Angestellten oft nicht nur Arbeitnehmende sondern auch treue und gute Arbeitskolleg:innen – und diese wollen mit dem Management zumindest momentan nichts mehr zu tun haben. Für Marta sind diese offenen Forderungen nebst den finanziellen Sorgen also auch eine grosse psychische Belastung.

D&O-Versicherung: Kosten und Deckungssummen

Die Kosten einer D&O-Versicherung sind total abhängig von der Grösse des Unternehmens und der Deckungssumme – und die wird case-by-case festgelegt. Aber woher weiss ich, welche Deckungssumme für meine Firma sinnvoll ist?

«Ein guter Indikator für die zu deckende Summe sind die Lohnsummen, die im Falle eines Konkurs zu zahlen wären.» – Vedran Pranjic, Co-Founder & Managing Director

Für die Berechnung der Deckungssumme werden meistens Umsatz, Grösse der Verpflichtungen und Standardobjekte sowie Lohnsummen angeschaut. Pauschal könne man das aber nicht so genau sagen, meint unser Experte.

Die D&O-Versicherung ist das einzige Produkt, welches bei Helvengo nicht modular aufgebaut ist. Das ermöglicht Unternehmer:innen einen einfachen und schnellen Abschluss.

Das D&O-Versicherungsangebot von Helvengo

Startup D&OStandard D&O
Für wen?Startups bis zu einem Umsatz von 1 MillionAlle anderen Firmen bis zu einem Umsatz von 100 Millionen
Kosten?Ab CHF 1’080 pro JahrAb CHF 760 pro Jahr
Deckungsbeitrag?Bis CHF 1 MillionBis CHF 5 Millionen
Spezielles?Nur bei Helvengo verfügbar!

Keine Voraussetzungen: Es wird nicht verlangt, dass deine Firma schon Gewinne erzielt.
Online Abschluss innerhalb von 10 Minuten möglich

💡 Helvengo Tipp Falls dein Startup bereits eine D&O-Versicherung hat oder abschliessen möchte: Versuche möglichst viel zu dokumentieren und erstelle Protokolle von wichtigen Meetings – so kannst du im Falle einer Klage gut nachvollziehen, was zu dieser Entscheidung geführt hat.

Schnell und einfach: eine D&O-Versicherung für deine Firma

Kein bürokratisches Chaos und wenig Zeitaufwand: Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass die meisten Firmen Besseres zu tun haben, als sich monatelang mit Versicherungslösungen herumzuschlagen. Um Zeit und Aufwand zu minimieren, werden nicht-obligatorische Versicherungen daher oft hinten angestellt, was verheerende Folgen haben kann. Das wollen wir ändern:

«Bei unserem Anbieter hat der Abschluss der D&O-Versicherung damals 7 Monate gedauert – wir ermöglichen es unseren Kund:innen in 10 Minuten.» – Vedran Pranjic, Co-Founder & Managing Director

Auch den Papierkram lassen wir weg. Das Formular zum Abschluss der D&O-Versicherung kann direkt auf unserer Webseite ausgefüllt werden. Anders als bei anderen Gesellschaften musst du bei uns keine vergangenen Jahresabschlüsse beilegen, lediglich bestätigen, dass diese vorliegen und positiv ausgefallen sind. Wir vertrauen unseren Kundinnen und Kunden und möchten den Prozess für dich so einfach wie möglich halten.

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Natürlich ist eine D&O-Versicherung kein Freifahrtschein für fahrlässiges Handeln. Sie ermöglicht dir aber, auch mal mutig zu sein. So bleibst du nicht auf der Stelle stehen und kannst dein Unternehmen weiter vorantreiben. Gerade in der ersten Phase nach der Gründung, ist diese Freiheit viel Wert. Und im Ernstfall ist man abgesichert.

Rechtsschutzversicherung für Unternehmen: alles Wichtige im Überblick

Rechtsschutzversicherung für Unternehmen: alles Wichtige im Überblick

Als Entscheidungsträger:in in einem Startup oder KMU übernimmst du viel Verantwortung – gegenüber den Mitarbeitenden und Kund:innen, aber auch in Bezug auf die Unternehmung selbst. Beispielsweise, wenn es darum geht, sie vor Rechtsproblemen zu schützen. Der Begriff «Betriebsrechtsschutz» schwirrt einem im Kopf herum, doch häufig weiss man nicht, worauf es genau ankommt und an wen man sich wenden soll. Ausserdem ist eine Rechtsschutzversicherung für Unternehmen nicht obligatorisch. Wenn ich mir nichts zuschulden kommen lasse, kann ja eigentlich nichts passieren, oder?

Leider doch, denn «Recht haben und Recht bekommen sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe». Schliesslich musst du nichts falsch gemacht haben, um in rechtliche Streitigkeiten verwickelt zu werden. Da eine Rechtsschutzversicherung bei schon laufenden Fällen aber nicht greift, lohnt es sich, dieses Thema proaktiv anzugehen und sich frühzeitig zu fragen: Ist eine Rechtsschutzversicherung für mein Unternehmen sinnvoll?

Betriebsrechtsschutz: Definition & Funktion

Es ist kein Geheimnis: Rechtsstreitigkeiten sind häufig langwierig und belaufen sich schnell mal auf mehrere Tausend Franken. Gerade für ein Startup oder KMU kann ein Rechtsfall zum Worst Case werden und dessen Existenz gefährden. Und insbesondere als kleines Unternehmen hat man in der Regel weder eine eigene Rechtsabteilung noch Anwält:innen auf Abruf, die einem schnell zur Hilfe eilen.

Hier kommt die Rechtsschutzversicherung für Unternehmen ins Spiel – sie ist wie eine Fachabteilung für Rechtliches auf Abo-Basis:

  • Sie ist für die oder den Versicherungsnehmer:in Ansprechpartnerin Nummer 1 bei allen rechtlichen Fragen.
  • Kommt die Gefahr von aussen, versucht sie, rechtliche Klagen abzuwehren, bevor diese vor Gericht kommen.
  • Sollte es doch zu einem Schadenfall führen, probiert sie eine Grundlage zu finden, um die Klage zu stoppen und die beste Lösung für das Unternehmen durchzusetzen.
  • Handelt es sich um eine interne Problemstellung, prüft die Rechtsschutzversicherung, welche Ansprüche der Kläger:innen bestehen und wie das Unternehmen am besten vorzugehen hat.

Konkret bietet sie rechtliche Beratung in allen Rechtsgebieten, wobei auf einen Pool an Anwält:innen zurückgegriffen wird, die gezielt je nach Fachgebiet aufgeboten werden. So hat man immer eine:n Expert:in als Ansprechperson für die entsprechende rechtliche Fragestellung. Und je nach gewählten Versicherungsmodulen übernimmt sie im Ernstfall die Anwalts- und Gerichtskosten sowie weitere Auslagen.

«Eine Rechtsschutzversicherung bedient alle Bereiche, in denen sich Unternehmen rechtlich ein Problem stellen könnte oder sie rechtlich Unterstützung brauchen.» – Vedran Pranjic, Co-Founder & Managing Director von Helvengo

Eine Rechtsschutzversicherung ist für Unternehmen zwar nicht obligatorisch, sie gehört aber definitiv zu den Standardversicherungen – auch für kleine Firmen. Denn nicht selten führen Rechtsprobleme den Existenzverlust von KMU und Startups herbei.

Welche Risiken deckt eine Rechtsschutzversicherung für Unternehmen?

Der Unternehmensrechtsschutz bei Helvengo besteht aus einer Basisdeckung sowie weiteren Modulen, die je nach individuellen Bedürfnissen ganz einfach hinzugefügt werden können.

Die Basis im Unternehmensrechtsschutz

Das Basismodul ist – wie der Name schon sagt – die Grundlage und umfasst mehrere Serviceelemente.

Nehmen wir Ivo als Beispiel: Ivo ist Gründer und Geschäftsführer eines IT-Startups. Nach vier Jahren guter Zusammenarbeit kündigt seine Mitarbeiterin Vanessa relativ unvermittelt. In den letzten sechs Monaten hat sie viele Überstunden angesammelt, die sie nun ausbezahlt haben möchte. Ivo ist sich nicht sicher, ob er vertraglich verpflichtet ist, ihrem Wunsch nachzukommen. Ihm wäre lieber, Vanessa würde die restlichen Stunden als Urlaub abbauen, bevor sie dann endgültig geht.

Ivo nimmt den Hörer in die Hand, ruft bei seiner Rechtsschutzversicherung Helvengo an und schildert sein Problem dem Experten Marcel. Marcel nimmt die Frage als Schadenfall auf und kontaktiert eine Anwältin, die auf Arbeitsrecht spezialisiert ist. Sie gibt dem Versicherer 20 Minuten später Rückmeldung, wie die rechtliche Lage in diesem Fall aussieht. Marcel leitet die Information an Ivo weiter.

Da es im Arbeitsvertrag von Vanessa keine Klausel gibt, welche die Kompensation von Überstunden im Sinne von Freizeit vorschreibt, ist Ivo gesetzlich dazu verpflichtet, die Überstunden plus einen Zuschlag von 25 % an Vanessa auszubezahlen. Marcel rät Ivo deshalb, nochmals auf Vanessa zuzugehen und ihr anzubieten, einen Teil der Stunden als Urlaub abzubauen und die restlichen Stunden auszubezahlen. Zudem legt er Ivo nahe, eine neue Klausel in den künftigen Arbeitsverträgen einzuführen, die vorgibt, dass Überstundenarbeit innert eines angemessenen Zeitraumes durch Freizeit von mindestens gleicher Dauer zu kompensieren sind, um weitere solche Fälle zu vermeiden.

Die Anwältin stellt ihre Rechnung direkt an Helvengo. Helvengo übernimmt die Kosten für die Beratung ab dem ersten Franken, Ivo muss sich um nichts weiter kümmern.

Modularer Betriebsrechtsschutz

Dem Basisschutz, der insbesondere die rechtliche Beratung abdeckt, können je nach Bedürfnissen des Unternehmens weitere Module hinzugefügt werden:

  • Betriebs-Rechtsschutz Schliesst das Vertragsrecht für die versicherte Person als Bezügerin von Leistungen mit ein (z.B. bei rechtlichen Problemen mit dem Treuhandbüro oder IT-Dienstleister).
  • Erweiterter Vertrags-Rechtsschutz Sorgt dafür, dass die oder der Versicherungsnehmer:in auch als Leistungserbringer:in versichert ist (z.B. bei rechtlichen Streitigkeiten mit Kund:innen).
  • Inkasso-Rechtsschutz Umfasst zusätzlich allfällige rechtliche Inkassovorgänge.
  • Immobilien-Rechtsschutz Bezieht u.a. nicht dem Betrieb dienende Immobilien und den oder die Versicherungsnehmer:in als Vermieter:in in die Versicherung mit ein (z.B. wenn das Unternehmen eigene Büroräumlichkeiten an Externe vermietet).
  • Verkehrs-Rechtsschutz Bietet u.a. Versicherungsschutz für alle auf den Betrieb eingelöste Fahrzeuge – auch auf privaten Fahrten.

💡 Wichtig Es gibt Fälle, die nicht abgesichert sind, zum Beispiel wenn wissentlich das Gesetz gebrochen, Kund:innen absichtlich hintergangen oder extra ein hohes Risiko eingegangen wurde, um sich einen Vorteil zu verschaffen.

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Wann und für wen ist eine Rechtsschutzversicherung sinnvoll?

Selbst wenn man stets nach bestem Wissen und Gewissen handelt, kann man von einem Tag auf den anderen in einen Rechtsstreit verwickelt werden. Oder es ergeben sich rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit.

Fragen zu Arbeitsverträgen, Probleme mit externen Dienstleister:innen, Kund:innen, die nicht zahlen – die Liste potenzieller rechtlicher Fragestellungen und Probleme für Unternehmer:innen ist lang.

Eine Rechtsschutzversicherung ist also grundsätzlich für alle sinnvoll, die:

  • Kund:innen bedienen
  • Mitarbeitende beschäftigen
  • Verträge abschliessen
  • eigene Produkte verantworten

«In unseren Augen gehört die Rechtsschutzversicherung für Unternehmen genauso dazu wie eine Betriebshaftpflicht oder die BVG-Versicherung.» – Vedran Pranjic, Co-Founder & Managing Director von Helvengo

Dies gilt vor allem für den Basisschutz sowie die drei Bausteine Betriebs-Rechtsschutz, Erweiterter Vertrags-Rechtsschutz und Inkasso-Rechtsschutz. Sie sichern das Unternehmen gegen alle möglichen Probleme und finanziellen Schäden rechtlicher Art ab.

Die zwei weiteren Zusatzmodule lohnen sich dagegen eher für spezifische Unternehmungen: Das Modul Immobilien-Rechtsschutz ist beispielsweise nur sinnvoll, wenn das Unternehmen eigene Liegenschaften besitzt und/oder damit Einkünfte generiert (z.B. im Immobilienhandel tätig ist oder Büroräumlichkeiten an Externe vermietet). Das Verkehrs-Rechtsschutz-Modul ist insbesondere für Unternehmen gedacht, die eine eigene Fahrzeugflotte haben (also beispielsweise im Transportgeschäft unterwegs sind oder Produkte selbst ausliefern).

💡 Gewusst? Helvengo ist abgesehen von Dextra eine der wenigen Anbieterinnen, bei denen du deine Betriebsrechtsschutzversicherung online abschliessen kannst. In nur 10 Minuten bist du bei uns versichert – ohne Ausfüllen von endlosen Formularen und Fragebögen, ohne Warten auf allfällige Ausschlüsse.

Welche Deckungssumme hat eine Betriebsrechtsschutzversicherung?

Die Deckungssumme ist der Betrag, der gemäss Police versichert ist – der also im Schadenfall maximal von der Versicherung übernommen wird.

Bei Helvengo sind im Basisschutz (also für Beratungsleistungen) Kosten von bis zu CHF 5’000 pro Fall versichert.

Für die zusätzlichen Module gelten jeweils spezifische Deckungssummen: von CHF 50’000 (Inkasso-Rechtsschutz) bis CHF 500’000 (z.B. Betriebs-Rechtsschutz).

💡 Dein Vorteil bei Helvengo Bei Helvengo gibt es keinen Selbstbehalt und keinen Mindeststreitwert. Das heisst, du kannst dich mit jedem Anliegen – auch wenn es noch so klein scheinen mag – an uns wenden und die versicherten Kosten werden ab dem ersten Franken übernommen.

Überblick: Welche Rechtsschutzversicherung ist für mein Unternehmen sinnvoll?

PrioritätProduktDeckungssumme pro FallGeltungsbereich
Reine BeratungBasismodulCHF 5’000Nur CH
Rechtsschutz als Leistungsbezüger:inBasismodul + BetriebsrechtsschutzCHF 5’000 + bis CHF 500’000Europaweit
Rechtsschutz als Leistungserbringer:inBasismodul + Erweiterter VertragsrechtsschutzCHF 5’000 + bis CHF 150’000Europaweit
Gewährleistung der LiquiditätBasismodul + Inkasso-RechtsschutzCHF 5’ 000
bis CHF 50’000
Schweiz
Rechtsschutz bezüglich ImmobilienBasismodul + Immobilien-RechtsschutzCHF 5’000
bis CHF 500’000
Schweiz
Rechtsschutz bezüglich FahrzeugenBasismodul + Verkehrs-RechtsschutzCHF 5’000
generell CHF 500’000
weltweit

Was darf eine Betriebsrechtsschutzversicherung kosten?

Reden wir nicht lange um den heissen Brei: Je nachdem kann eine Rechtsschutzversicherung für Unternehmen einiges kosten.

Dabei spielen vor allem die gewählten Module eine Rolle. Und es kommt natürlich auf das Angebot des jeweiligen Versicherers an. In der Schweiz bewegen sich die Kosten gut um etwa CHF 600. Wer einen Rundumschutz möchte, zahlt wiederum zwischen CHF 2’000 und CHF 3’000 an Prämien pro Jahr.

«Bei Helvengo erhalten Kund:innen den Basisschutz ab CHF 390. Danach kommt es ganz auf die gewählten Module an.» – Vedran Pranjic, Co-Founder & Managing Director von Helvengo

Im Vergleich zu den Kosten, die im Schadenfall entstehen können, zahlt sich der Beitrag jedoch aus. Denn solche Rechtsfälle gehen oft erst bei CHF 10’000 los.

💡 Eine Rechtsschutzversicherung extra für KMU Wir selbst kennen es nur zu gut: Gerade kleine Unternehmen haben oft kein riesiges Budget für Versicherungsprämien. Sie brauchen die grösstmögliche Sicherheit zum fairsten Preis. Deswegen kannst du deine Rechtsschutzversicherung bei Helvengo modular zusammenstellen – ganz nach deinen individuellen Bedürfnissen. So zahlst du auch wirklich nur für die Leistungen, die du brauchst. Und falls sich daran mal etwas ändern sollte, ist das auch kein Problem, denn du kannst die gewählten Module und darin enthaltenen Leistungen jederzeit online einsehen und bei Bedarf anpassen.

🖱️Entdecke jetzt die Rechtsschutzversicherung von Helvengo


Unternehmensrechtsschutz für sorgenfreie Nächte

Nicht selten erkennen Unternehmer:innen den Bedarf einer Rechtsschutzversicherung erst in der Not. Doch der Rechtsschutz kann nicht rückwirkend greifen. Dessen sollte man sich bewusst sein.

«Die meisten Kund:innen schliessen erst nach einem Schadenfall eine Rechtsschutzversicherung ab – dann, wenn es eigentlich schon zu spät ist.» – Vedran Pranjic, Co-Founder & Managing Director von Helvengo

Das ist aber nicht der einzige Grund, warum sich die Überlegung «Rechtsschutzversicherung: ja oder nein?» lohnen kann:

Bestimmt nimmst du als Entscheidungsträger:in hin und wieder Gedanken an die Arbeit mit in den Feierabend. Da ist es viel wert, wenn man weiss, dass man in rechtlichen Dingen einen verlässlichen Partner an seiner Seite hat. Bei Fragen sind kompetente Fachleute nur ein Telefonat entfernt. Und im Schadenfall profitierst du nicht nur von einer professionellen Beratung und Begleitung, sondern bist je nachdem auch finanziell abgesichert. So kannst du zumindest rechtliche Dinge getrost da lassen, wo sie hingehören: auf dem Schreibtisch.

Cyberversicherung für Unternehmen: sinnvoll oder nicht?

Cyberversicherung für Unternehmen: sinnvoll oder nicht?

Als Entscheidungsträger:in in einem Startup oder KMU musst du tagtäglich unzählige Beschlüsse fassen. Manche davon sind weniger komplex («Soll es ergonomische Bürotische fürs Team geben?»). Andere sind weitreichender: «Ist eine Cyberversicherung für mein Unternehmen sinnvoll?».

Letzteres ist auch gar nicht so einfach zu beantworten, zumal viele IT-Dienstleister einem dazu raten, man solle lieber mehr in IT-Sicherheit investieren, damit es gar nicht erst zum Worst-Case-Szenario kommt. Doch gerade als junges Unternehmen hat man oft (noch) keine voll ausgereifte IT-Infrastruktur.

In diesem Fall ist eine Cyberversicherung die ideale Ergänzung, um Cyberkriminellen trotzdem nicht schutzlos ausgeliefert zu sein.

Was ist eine Cyberversicherung?

Eine Cyberversicherung ist im Grunde wie eine Brandversicherung für den digitalen Raum. Wenn früher der Bauernhof oder die Fabrik abbrannten, war die Existenzgrundlage des Betriebs verloren und die betroffene Person wurde in den Ruin getrieben.

Heute hat sich die Wertschöpfung der meisten Unternehmen in den digitalen Bereich verlegt. Wird das Büro infolge eines Brandes zerstört, doch der Server ist in den USA, kann der Betrieb ganz einfach anderswo wieder aufgenommen werden. Werden aber wichtige Daten gestohlen, gesperrt oder vernichtet, sind ein Betriebsstillstand oder die Schliessung der Unternehmung kaum mehr zu verhindern.

«Mit zunehmender Digitalisierung der Unternehmensprozesse verschieben sich auch die Gefahren ins Digitale.» – Dominik Lindner, Versicherungsexperte und Underwriter

Diese Risiken können Unternehmen mit einer Cyberversicherung absichern. Wie eine Brandversicherung schützt sie vor finanziellen Schäden und bewahrt die Unternehmung vor weit greifenden Schäden.

Welche Risiken deckt eine Cyberversicherung?

Eine Cyberversicherung bei Helvengo besteht aus einem Basisschutz sowie weiteren Modulen, die den individuellen Bedürfnissen entsprechend hinzugefügt werden können.

Die Basis im Cyberschutz

Das Basismodul ist grundsätzlich unabdingbar für alle Unternehmen, die digital arbeiten und umfasst diverse Serviceelemente.

Nehmen wir Laura als Beispiel: Laura ist Gründerin und Geschäftsführerin eines kleinen Online-Shops für Fitnessprodukte. Ihr Mitarbeiter Simon bekommt eines Tages eine Mail mit einem Anhang, der auf den ersten Blick wie eine Lohnabrechnung aussieht. Er öffnet die Datei und innert kürzester Zeit wird sein Bildschirm schwarz, nichts geht mehr.

Laura greift zunächst zum Telefon und ruft die Schadenshotline von Helvengo an und schildert ihr Problem einer Fachperson. Die Spezialistin, Melanie, prüft den Verdacht und kann allenfalls bereits ersten Rat geben. Bestätigt sich der Verdacht, wird Melanie den Fall vor Ort begutachten und prüfen, was genau vorgefallen ist. Handelt es sich um einen Hackerangriff, bei dem Daten blockiert oder verloren wurden, machen sich Melanie oder der IT-Dienstleister des Unternehmens an die Wiederherstellung dieser Daten und an die Analyse der Schwachstellen.

Stellt sich bei der Analyse heraus, dass die Hacker Einsicht in die Daten von Lauras Unternehmen hatten, ist sie dazu verpflichtet, die Behörden über den Vorfall zu informieren. Laura muss hierfür einen Rechtsbeistand hinzuziehen. Und nicht nur das, auch die Kund:innen müssen zur Datenschutzverletzung benachrichtigt werden. Laura ist froh um die Reputationsberatung ihrer Versicherung, die sie in dieser sensiblen Kommunikation unterstützt.

Damit so etwas nicht noch mal passiert, absolvieren Laura und ihre drei Mitarbeiter:innen zudem ein Online-Training zum Thema Cybersicherheit und Datenschutz.

Helvengo übernimmt diesen Komplettservice und trägt mehrheitlich alle entstandenen Kosten. Laura kann sich somit schnell wieder um ihr Kerngeschäft kümmern: Fitnessprodukte verkaufen.

Cyberversicherung nach Wahl

Je nach Bedürfnissen eines Unternehmens können neben dem Basisschutz noch weitere Bausteine einer Cyberversicherung sinnvoll sein:

  • Cyber-Betriebsunterbrechung Kommt zum Zug, falls der Geschäftsbetrieb aufgrund von böswillig herbeigeführten IT-Ausfällen (Viren, Hackerangriff usw.) unterbrochen wird.
  • Cyber-Vertrauensschaden Wird beansprucht, insofern das Unternehmen Opfer von Betrug, Diebstahl oder Unterschlagung (übers Internet) wird.
  • Cyber-Zahlungsmittelschaden Kommt zum Tragen, falls ein Schaden im Zusammenhang mit Zahlungsmitteln im digitalen Raum passiert (z.B. Verlust oder Beschädigung von Kreditkartendaten).
  • Cyber-Erpressung Wird eingesetzt, sobald jemand Geld fordert, damit das Unternehmen nicht gehackt wird oder bereits gehackte Systeme wieder freigegeben werden (z.B. Blockade der Geschäftsdaten). Sie umfasst mitunter das Bereitstellen von Expert:innen, die im Falle einer Erpressung die Verhandlungen mit den Erpresser:innen übernehmen.
  • Cyber-Haftpflicht Greift dann, wenn aus Versehen gegen Vorschriften im Zusammenhang mit IT-Sicherheit oder Datenschutz verstossen wurde (ist teilweise bereits in der regulären Betriebshaftpflichtversicherung abgedeckt).

💡 Wichtig: Es gibt auch Fälle, die nicht abgesichert sind, zum Beispiel wenn Daten unrechtmässig erhoben wurden, bei Garantiezusprüchen oder wenn der Schaden aus einem Ausfall der Infrastruktur (z.B. Probleme beim Internetanbieter) resultiert.

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Wann und für wen ist eine Cyberversicherung sinnvoll?

Grundsätzlich ist eine Cyberversicherung für alle Unternehmen sinnvoll, die für ihre Arbeit auf funktionierende IT-Systeme angewiesen sind. Denn leider kann es jede Firma treffen. Einer grösseren Gefahr ausgesetzt sind aber auf jeden Fall Unternehmungen, die sehr stark mit digitalen Prozessen arbeiten und von deren Funktionalität abhängig sind.

«Je mehr die Wertschöpfung des Unternehmens im digitalen Bereich liegt, desto wichtiger ist eine Cyberversicherung.» – Dominik Lindner, Versicherungsexperte und Underwriter

Heisst konkret: Während eine kleine Bäckerei vermutlich nicht gleich schliessen muss, wenn die Bestelldaten gehackt werden, verliert ein Online-Shop in so einem Fall seine komplette Existenzgrundlage.

Ein weiterer wichtiger Faktor, um zu entscheiden, ob sich eine Cyberversicherung für das eigene Unternehmen lohnt, sind personenbezogene Daten. Denn je mehr Kundendaten digital gespeichert sind, desto anfälliger ist das Unternehmen für Cyberangriffe. Dies gilt insbesondere für sensible Daten, zum Beispiel in Zusammenhang mit gesundheitlichen oder rechtlichen Themen oder auch im Versicherungsbereich.

So wurde einst ein Headhunter Opfer einer Cyberattacke, weil ein Mitarbeiter unbewusst eine Schadsoftware heruntergeladen hatte. Der Headhunter verlor alle Daten, die über die letzten 10-15 Jahre in seinem Unternehmen gesammelt worden waren. Der geschätzte Schaden belief sich schliesslich auf CHF 960’000.

💡 Unser Tipp: Wenn du überlegst, ob eine Cyberversicherung für dein Startup oder KMU sinnvoll ist, solltest du dir folgende zwei Fragen stellen:

  • Wie lange kann ich nicht arbeiten, wenn ein Hackerangriff passiert?
  • Wie schlimm wäre mein Schaden, wenn ich alle meine Daten verliere?

Welche Deckungssumme hat eine Cyberversicherung?

Die Deckungssumme bezeichnet den Betrag, der versichert ist – also im Schadenfall maximal von der Versicherung ausbezahlt wird – und kann individuell festgelegt werden. Da Schäden infolge von Cyberkriminalität schnell sehr hoch ausfallen können, ist auch die Deckungssumme entsprechend hoch.

Bei Helvengo geht es im Cyberschutz z.B. ab CHF 100’000 los, abhängig davon, wie viel Schutz die oder der Versicherte braucht. Bis zu einer Summe von CHF 1 Million ist es möglich, die Versicherung ganz einfach online abzuschliessen. Und sollten sich die Bedürfnisse im Laufe der Zeit ändern, kann die Police auch später noch angepasst werden.

💡 Wichtig: Nicht alle Kosten werden ab dem ersten Franken übernommen. Im Falle einer Betriebsunterbrechung sind z.B. die ersten acht Stunden nicht gedeckt. In der Regel gilt im Cyberschutz zudem ein Selbstbehalt von mindestens CHF 500.

Was kostet eine Cyberversicherung?

Der Preis einer Versicherung gegen Schäden infolge von Cyberkriminalität hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel:

  • Wie hoch ist die Deckungssumme?
  • Welche Risiken will ich versichern und welche Module habe ich gewählt?
  • Welches Preis-Leistungs-Verhältnis bietet welcher Anbieter?

In der Schweiz erhält man eine Basisversicherung für ein Startup oder KMU ab ca. CHF 340 brutto im Jahr, einen vollumfänglichen Schutz ab ca. CHF 590.

«Eine Cyberversicherung lohnt sich auf jeden Fall, denn die Schäden infolge eines Cyberangriffs liegen in den seltensten Fällen unter CHF 40’000.» – Dominik Lindner, Versicherungsexperte und Underwriter

💡 Eine Cyberversicherung extra für KMU Als junges Unternehmen, das selbst im digitalen Raum unterwegs ist, wissen wir, worauf es bei einer Cyberversicherung ankommt: Sie soll genau die Risiken abdecken, die du versichert wissen willst – und nicht mehr.

Deswegen kannst du deine Cyberversicherung bei uns modular, ganz nach deinen Bedürfnissen zusammenstellen: Du bestimmst, ob und welche Module du zusätzlich zur Basisversicherung brauchst.

Und da wir uns ausschliesslich um Startups und KMU kümmern, müssen bei uns keine Risiken von grösseren Unternehmen von kleineren Betrieben quer finanziert werden. So können wir dir unseren Top-Service zu einem mehr als fairen Preis anbieten.

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Cyberschutz und Cyberversicherung auf Augenhöhe

Ergonomische Bürotische für dein Team? Klingt gut. Eine Cyberversicherung für dein Unternehmen? Auch.

Denn Cyberangriffe kommen leider viel häufiger vor, als man denkt – auch in der Schweiz. So waren die Websites der St. Galler Behörden 2021 vorübergehend offline, da eine Hackergruppe ihren Hosting-Anbieter attackiert hatte.

Zudem gilt: Eine gute IT-Infrastruktur kann zwar viel zum Cyberschutz beitragen, aber längst nicht alle Cyberrisiken eliminieren.

«Es ist wichtig, etwas präventiv für den Cyberschutz zu tun, aber es ist genauso zentral, für den Ernstfall abgesichert zu sein.» – Dominik Lindner, Versicherungsexperte und Underwriter

Die finanzielle Absicherung ist dabei das eine. Aber mindestens genauso wichtig ist es, einen zuverlässigen Partner an deiner Seite zu wissen, der dich kompetent berät und sicher aus dieser Notsituation herausführt. So kannst du so schnell wie möglich zu dem zurückkehren, was du liebst: dein Tagesgeschäft.

Versicherungsprämien und die Köpfe dahinter

Versicherungsprämien und die Köpfe dahinter

Was genau machen Aktuar:innen? Welche Rolle spielen sie in der Versicherungsbranche, wie werde Versicherungsprämien bestimmt und wie verändert sich der Beruf der Aktuar:innen aufgrund der Digitalisierung?

Was machen Aktuar:innen?

Aktuar:innen sind überwiegend in der Versicherungswirtschaft zu finden, aber auch in Banken, Behörden und Investmentgesellschaften sowie Wirtschaftsprüfungsgesellschaften wird deren mathematisches Wissen benötigt.

In der Versicherungswelt sind sie bei Versicherungs- und Rückversicherungen sowie Pensions- und Krankenkassen zu finden. Dabei schätzen sie mit Hilfe von  mathematischen Modellen Risiken ein und beziffern diese für Personen, Sozial- oder Sachversicherungen mit einem Wert.  Aktuar:innen prognostizieren die zu erbringenden Schandenzahlungen (oder Renten bei Pensionskassen), indem sie ökonomische Zusammenhänge und Statistiken analysieren und mittels Wahrscheinlichkeitstheorie, Finanzmathematik und Simulationen die spezifischen Risiken berechnen und vorhersagen.  Basierend auf diesen Prognosen können anschliessend die Prämie definiert werden. Damit erfüllen Aktuar:innen zwei Rollen: Zum einen sind sie Sicherheitsexpert:innen und zum anderen auch Produktentwickler:innen, denn sie entwickeln die Berechnungs- und Bewertungsmodelle laufend weiter.

In Versicherungsunternehmen werden sogenannte »Verantwortlichen Aktuar:innen« bestellt, die die Daten der Vergangenheit zukunftsbezogen auswerten. Sie bestimmen also die Eintrittswahrscheinlichkeit von Risiken auf Basis von Vergangenheitswerten und schreiben diesen dann einen Wert zu, der als Anhaltspunkt der Versicherungsprämie dient. Dabei fliessen Gesetzgebung, rechtliche und wettbewerbliche Entwicklungen in die Beurteilungen mit ein und geben Hinweise darauf, wie Beiträge, Vertragslaufzeiten und Produkte gestaltet werden sollten, um den Unternehmenserfolg von Versicherungsanbietenden zu sichern.

Eine entscheidende Rolle

Für die Versicherungsbranche sind Aktuar:innen unersetzbar, da sie ungewisse Risikofaktoren identifizier- und monetär quantifizierbar machen.  Basierend auf einem Portfolio von spezifischen Risiken berechnen Aktuar:innen den finanziellen Bedarf des versicherten Kollektivs, damit die Solvenz, Wirtschaftlichkeit und letztendlich den Erfolg von Versicherungsunternehmen langfristig gewährleistet werden kann. Dies stellt wiederum die Grundlage der Tarife dar.

Zu den Hauptaufgaben von Aktuar:innen gehören:

  •  Entwicklung von Modellen zur Prognose, Pricing-Modellen (Beitragsbestimmungen)
  • Erstellen von Aktuars- und Angemessenheitsberichten
  • Identifizierung interner und externer Datenquellen
  • Unterstützen der Unternehmenssteuerung unter Wert- und Risikoaspekten
  • Beratung im Insurance Asset Management
  • Unterstützung des Risikomanagements durch Risikomodellierung
  • Digitalisierung und Verarbeitung von Big Data sowie deren Auswertung

Zufällige Ereignisse – nicht ganz so unberechenbar

Eine Versicherungsprämie ist der Betrag, den Versicherungsnehmer:innen an ein Versicherungsunternehmen zahlen, um im Gegenzug den Versicherungsschutz zu erhalten. Dieser Betrag ist im Versicherungsvertrag festgelegt.

Zur Bestimmung der Versicherungsprämie muss zuerst die sogenannte Risikoprämie ermittelt werden. Hierfür wird berechnet, wie häufig und in welchem Umfang das zu versichernde Ereignis wahrscheinlich eintreten wird. Liegt das Ergebnis vor, muss die Prämie mindestens so hoch sein, dass sie die voraussichtlich zu erwartenden Schadensleistungen für Versicherungsfälle deckt. Das Basisprinzip der Bestimmung der Nettoprämie ist das versicherungstechnische Äquivalenzprinzip, das eine Ausgeglichenheit zwischen den Prämienzahlungen und der erwarteten Versicherungsleistungen bedingt. In der Praxis der Versicherungswirtschaft erfolgt die Kalkulation der Nettoprämie auf Basis einer Tarifierung. Der in der Risikoprämie enthaltene Risikozuschlag wird typischerweise auf Basis eines Masses für das Risiko bestimmt. Hinzu kommen dann der Betriebskostenzuschlag und die Gewinnmarge, welche die Betriebswirtschaftlichkeit von Versicherungsunternehmen sicherstellen. Die letztendliche Prämienkalkulation hat als Ziel, eine vorkalkulierte Kompensation für die Risikoübernahme in Form einer Prämie zu bestimmen.

Die Versicherung der Versicherung

Die Versicherung der Versicherung

Laut Gabler Wirtschaftslexikon sind Rückversicherungen Verträge, die ein Erstversicherungsunternehmen (Zedent) mit einem anderen Rückversicherungsunternehmen (Zessionär) schliesst. Die Erstversicherer tun dies, um Risiken zu mitigieren, die Zeichnungskapazität zu erhöhen oder die Kapitalanforderungen zu vermindern. Rückversicherer versichern also einzelne spezifische Risiken oder ganze Versicherungsportfolios und garantieren dadurch die Zahlungsfähigkeit der Erstversicherer selbst bei Grossschadensereignissen.

Doch wie funktioniert der Rückversicherungsmarkt? Welcher Nutzen entsteht für Versicherungsunternehmen? Wie heissen die bekanntesten Rückversicherer und mit welchen aktuellen Thematiken müssen sich diese auseinandersetzen?

Schlüsselwort Diversifikation

Die Risikoüberwälzung auf respektive die Risikofinanzierung durch Rückversicherer ist eine klassische Form der Risikoverteilung. Das Risiko der Erstversicherer wird verringern, indem sie einen Teil der Schadenlast übernehmen und so zur Stabilisierung beitragen. Damit die Rückversicherer in der Lage sind, sehr hohe Schadensbeträge abzufedern, sind sie sehr breit diversifiziert und agieren meist global. Zudem sichern sich Rückversicherer häufig auch untereinander ab – was zu einer erneuten Senkung des Risikos führt. Die Rückversicherer investieren hohe Summen an Aktien- und Kapitalmärkten.

Du fragst dich, weshalb Pandemien wie etwa Covid-19 nicht rückversichert werden? Ein Ereignis, das zeitgleich weltumspannend stattfindet, kann nicht diversifiziert werden. Zudem sind Schadenshöhen schwierig schätzbar, weil politische Entscheide die Rahmenbedingungen kurzfristig verändern.

Für Erstversicherungsunternehmen gibt es unterschiedliche Vertragsmöglichkeiten, um sich abzusichern. Die zwei Gängigsten sind hier kurz erklärt: Im Schadensfall bezahlt der Rückversicherer einen, im Voraus festgelegten Anteil der Gesamtschadenssumme an den Versicherer – dies ist die sogenannte Quotenrückversicherung. Die zweite Möglichkeit ist, dass der Versicherer im Schadensfall eine maximale Summe an Selbstbehalt selbst bezahlt. Der Rückversicherer übernimmt die Differenz zwischen der tatsächlicher Schadensumme und dem Selbstbehalt des Erstversicherer. Dies ist die sogenannte Exzedentenrückversicherung.

Und dank dieser Form der Umverteilung von Risiken und Aufteilung von finanziellen Mitteln, kann das Versicherungssystem, das die «normalen» Endverbraucher:innen von Versicherungen kennen, überhaupt erst funktionieren. Denn trotz dessen, dass Rückversicherungen nur selten direkt mit den Endversicherten operieren, sind diese im Hintergrund omnipräsent. Sei es die Sach-, Lebens- oder Krankenversicherung. Nebst Bereitstellung finanzieller Mittel stehen Rückversicherer auch anderen Unternehmen und Staaten beratend zur Seite und unterstützen sie dabei, Risiken frühzeitig zu antizipieren und mit entsprechenden Strategien zu steuern.

Zuerst in Deutschland

Menschen haben sich schon seit Jahrtausenden versichert, doch wann entstand der Gedanke, dass eine Erstversicherung nicht ausreicht? Der Ursprung der Rückversichern liegt im Aufkommen grosser Katastrophen. So etwa die Zerstörung von ganzen Städten durch Feuer im 19. Jahrhundert, als klar wurde, dass eine grössere Absicherung notwendig ist, um wirklich alle Schadensfälle abdecken zu können. Bekannt ist, dass der Grossbrand von Hamburg im Jahr 1842 ein Auslöser für die Gründung der Rückversicherung «Kölnischen Rück» war. Die Kölnische Rück, heute Gen Re, ist die älteste Rückversicherung der Welt. Auch die Swiss Re wurde im Jahr 1863 gegründet, nachdem in Glarus zwei Jahre vorher ein Grossbrand gewütet hatte. Heute hat die Swiss Re Gruppe ihren Hauptsitz in Zürich und ist über ein Netzwerk von rund 80 Geschäftsstellen weltweit tätig. Zu den weltweit grössten Rückversicherern zählen nebst der Swiss Re auch die Munich Re und Hannover Rück. Auf Platz vier und landen SCOR S.E (Frankreich) und Berkshire Hathaway (USA).

Kernthermen der Rückversicherungen

Kernthemen von Rückversicherern sind nebst Naturkatastrophen und Klimawandel auch die alternde Bevölkerung sowie die Cyber-Kriminalität. Generell lässt sich sagen, dass die zu versichernde Risiken immer komplexer und vielfältiger werden. Gefahren, die zum Beispiel im Zusammenhang mit Big Data oder künstlicher Intelligenz entstehen, sind schwieriger zu quantifizieren als ein Feuer oder ein Sturm.  Zudem werden sämtliche Arbeitsprozesse immer mehr datengesteuert und automatisiert. Die Rückversicherungsindustrie befindet sich im stetigen Wandel und müssen neuartige, zukünftigen Risiken (sog. «Emerging Risks») erkennen und monetär bewerten. 

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